RSS

Art Gallery – Indian Round Trip 2012

I took some pictures in India and edit it with a special programme. If you can see, some have a special inner sense. If so, there will be a comment written under this picture.

Taj Mahal -  rockiness Love of infinity

Indian Society (Delhi)

Nobody is jealous (Display Dummys in Delhi)

Beautiful without problems (Display Dummy in Delhi)

Paddy Field in Kerala

Houseboat in Kerala

Housewife in Tamil Nadu

Perfection dont ever last long if you want to see more Perfection than Perfection (Beach No. 7, Havelock Island)

The perfect Moment disappears with the sun (Sunset on Beach No. 7)

Living inside an advertisement (Beach No. 5, Sunrise Beach Resort, Havelock Island)

If the Indian population would be transformed into birds, there would be no more space on eletric main (Agra)

Life and Destruction

Loneliness out of curiosity

In the hands of caducity (two old housewifes in Manali, Himachal Pradesh)

Black and White Phantasies


 
2 Comments

Geschrieben von - 1. Mai 2012 in Indien 2012

 

Schlagwörter: , , , ,

Letzte Station: Dach der Welt

Nachdem auch ich nun endlich in den Genuss kam vom Taj Mahal bezaubert zu werden, konnten wir uns noch einmal, zum gröhnenden Abschluss der Rundreise, auf die letzte Station freuen. Doch der Weg nach Manali, einem komplett vom Tourismus zerfressenen Dorf auf 2050 m im großen Kullutal, sollte lang, sehr lang dauern.Warum Manali? Es sind nicht nur die Sechstausender, die mit ihren schneebedeckten Gipfeln bei reichlichen 20 Grad im Tal aufwarteten und dabei uns mit einem Paradoxem Gefühl von “es ist Winter! Ach ne, es ist Sommer!” stehen ließen. Es die Möglichkeit, so viel zu tun oder auch einfach nur bei schlechtem Wetter so zu relaxen wie es Marco vor hatte (der Grund warum er sich so auf Manali gefreut hatte =P )Doch leider wurde er, ich würde fast sagen, sehr krank, fals man die Häufigkeit wie oft er auf dem Klo sein Dasein fristete, als Indikator für diese Diagnose, hinzunimmt. Manali ist einer der besten Ausgangsorte um zu Trekken. Man konnte dort in der Nähe auch Ski fahren oder raften, aber das war mir zu wild. Ich wollte die Natur in den Höhen genießen und dabei die Seele baummeln lassen nach so viel Rundreisebimbam.

Um nach Manali zu kommen nahmen wir zuerst den Zug von Agra (Taj Mahal Standort) nach Kalka, einer kleinen unbedeutenden Stadt direkt vor dem Himalaya. Wichtig für uns war nur, das von dort eine kleine Toytrain (Schmalspurbahn) hoch auf 2200 Meter nach Shimla fuhr, eine ehemalige Hillstation der Briten die nur aus dem Grund entstand, weil den Briten es im Sommer zu heiß wurde und sie einen Fluchtort brauchten, so wie die Rentner, die pünktlich zum Winteranfang in Deutschland nach Mallorca fliegen, nur anders herum. Im Prinzip ist Shimla nix anderes als Darjeeling, auch dieser Ort liegt auf 2200 m Höhe, nennt sich Hillstation und auch hier fährt eine Toytrain hoch. Der Unterschied liegt nur darin das in Shimla kein Tee wächst und vor allem Leute aus Delhi hierher kamen und nicht aus Kalkutta, so wie es bei Darjeeling war. Auch für den Süden gab es eine Hillstation namens Ooty, wer sich erinnern kann, auch hier war ich damals mit Sarah, Katja und Wenzel. Und auch hier fuhr eine Toytrain hoch. Und damit bin ich jetzt schon mit allen drei Toytrains in Indien gefahren^^

In Shimla hielten wir uns nicht lange auf und frühmorgens namen wir uns ein Taxi und fuhren die restlichen 260 km in Schlängelkurven und auf durch Steinschlag beschädigten Straßen im Kullutal nach Manali. Dabei viel mir nicht nur auf wie gefährlich es eigentlich ist dort lang zu fahren (Dauernd Autogroße Felsblöcke neben und manchmal auf der Straße!), ich sah auch ein Auto welches es nicht geschafft hatte und 30 m tief im Flussbett des Beas lag, kopfüber zwischen 3m hohen Steinen, eine Nacht zu vor frisch runtergefallen. Am Rand standen natürlich 30 Inder und starrten nach unten. Weder Plozei, Rettungsdienst noch sonst etwas Offizielles war dort.

Auch für mich sollte es nochmal gefährlich werden. Obwohl ich eigentlich eher an eine gemütliche Trekkingtour gedacht hatte, wurde es zu einer waghalsigen Aktion an steilen mit rutschigem Schnee behafteten Hängen in bis zu 3100 m Höhe. Hätte mir mein Trekkingführer nicht versichert, dass er einer der erfahrensten überhaupt sei und schon auf über 7000 m Höhe geklettert ist, hätte ich die Tour abgebrochen. Auch wäre das fast passiert, als er meinte, dass die einzigen Spuren im Schnee hier oben nur von ihm sind, da sonst kein Trekkingführer sich hier bei dem Schnee hochwagt ohne Ausrüstung. Doch das sagte er mir, als es scheinbar nocht nicht wirklich gefährlich aussah. auf 2700 Metern jedoch wurde aus dem bequem zu ersteigenden Berghang eine Schneewand, bei der man den Hals nach oben verenken musste um überhaupt gen Himmel schauen zu können. Generell war ab da meine Taktik einfach nur, versuch nicht nach unten zu schauen oder zur Seite, versuch einfach nur nicht abzustürtzen! Dabei durfte ich auch nicht an meine Wanderschuhe denken die gar keine waren. Als wir oben angekommen waren und uns in einem Winterparadies an mitgebrachten indischen Sandwiches und viel zu süßem Mangosaft labten, stellte ich mir immer wieder die Frage, wie um alles in der Welt ich es schaffen sollte, wieder runterzusteigen, ohne zu sterben. Mein erfahrener abgehärteter Trekkingguru, der schon einen ausgewachsenen Bären mit Gebrüll verjagt hatte, meinte nur, ich sollte nicht zu schnell absteigen um meine Knie zu schonen. Er wollte nichts davon wissen, dass womöglich eine gar nicht so kleine Chance bestand einfach die 1000 m in par sekunden zu schaffen, zumal es andauernd Gerölllawinen gab.

Als es zum Abstieg kam wusste ich, dass es nur zwei Stellen gab, bei der jeder falsche Schritt der hunderprozentige Tod bedeutet hätten, denn an diesen Stellen meinte auch der Bergschrat, wenn du hier falsch tritts, gibs kein Stoppen mehr! Und erst jetzt meinte er, warum hast du keine Wanderschuhe angezogen? Ich erinnerte Ihn daran, das der Inder in seinem bequemen Office im Tal, der alles organisierte, meinte man könne so wie ich bin, ohne Probleme nach oben. Aber scheinbar hatte er nicht daran gedacht das man auch wieder runter muss und Abstiege 3 mal schwieriger sind als Aufstiege. Aus einem warmen gemütlichen Office im Tal lässt sich das auch leicht sagen!

Letztendlich ist nichts passiert. Zwar bin ich einige male ausgerutscht aber zum Glück an den richtigen Stellen und nie hatte ich dabei das Gleichgewicht verloren, doch das wäre nicht die Kunst gewesen (hätte ich mich nicht stark konzentriert), und ich war, nachdem ich unten angekommen war, heilfroh, dass mir genau das nicht an den falschen Stellen passiert ist. Ich weiß zwar jetzt das ich ein hervoragender Amateuerauf- und absteiger bin ohne Ausrüstung, aber dennoch werde ich nie wieder so etwas tun, die Inder haben echt zu viel Vertrauen ihren Optimismus, aber sie werden ja sowieso wiedergeboren, was solls…

Nach einer der sichersten Taxifahrten in meiner bisherigen Indienzeit (260 km zurück nach Shimla) und einer erneuten Toytrainfahrt nach Kalka und der bisher einzigen Zugfahrt in der ersten Klasse, bei der es alle 10 Minuten was kostenloses zu Essen gab (Zugfahrt nach Delhi), stand ein Flug bevor, den ich nicht so schnell wieder vergessen werde. Der Flug über Tag mit der Lufthansa von Delhi nach München wurde der bisher schönste überhaupt. Es herrschten bis zum Balkan perfekte Sichtverhältnisse. Ich konnte tatsächlich weit über 200 km sehen. Und so sah ich fast alle Berge des Kaukasus sowie die durch Klima und Wetter stark erodierten Berge der südlichen Ausläufer des Hindukusch in Afghanistan, viele mit einer Mischung aus Schnee und Sand bedeckt. Und der Übergang von Sandfarbe zu strahlendem weiß war so fließend und damit ästhetisch, das man denken könnte, Gott persönlich hätte hier wochenlang dranrumgemalt. Viel gab es hier auch nicht zu tun in der Gegend, hunderte Kilometer lang sah ich nur Berge und Täler, wenn ich nicht gerade Jonny English Teil 2 am Sitzmonitor bei kostenlosem Rotwein genoss^^

Zum Abschluss kann ich sagen, die Reise hat sich gelohnt! Und zwar hauptsächlich wegen den Andamanen. Hinzu kam der Kontrast von Wüste, Wald, Wasser und Himalaya sowie die hektischen Städte Delhi, Mumbai und Kolkata. Schließlich ist nun auch das Taj Mahal abgehakt, bei dem selbst der unglaublichste Touristenstrom, den ich je 6 Uhr morgens erlebt habe, nichts an der mit nichts zu vergleichenden Ästhetik eines Gebäudes ändern kann. Und so habe ich auch gelernt, dass es nicht wichtig ist, wieviel Orte man besucht hat, wieviel tausende Kilometer man gereist ist und wieviel Sehenswürdigkeiten man auf der Liste abgehakt hat, sondern das am Ende wie beim Taj Mahal das Gesamtbild stimmt, welches einem für immer im Gedächtnis bleibt. Ein Gesamtbild, welches bei Vollendung erst das Gefühl der Ästhetik frei lässt, mit der man sich immer wieder dann hoffentlich gern zurückerninnert. Ich sehe in diesem Sinne die Reise nicht nur als Selbsterfahrung und Urlaub, sondern auch ein bisschen als Kunstwerk, welches man weder sieht, hört noch sonst wie fest machen kann. Es ist etwas was nirgends ist und doch einen im Inneren befriedigt. Mit Fotos und Reiseberichten versuche ich die Reisen so gut wie möglich festzuhalten um diese Gefühle für andere nachvollziebar zu machen und um Ihnen einen Anreiz zu geben, selbst dorthin zu fliegen, aber es ist nur sehr sehr geringfügig möglich. Dennoch weiß ich das meine Zukunft und hoffentlich auch das Geld verdienen später durch das Darstellen von Reisen durch berichten und Fotos schießen geprägt ist. Deswegen war dies nicht die letzte große Reise, das war erst der Anfang zu noch viel größeren Vorhaben. In dem Sinne: Nach der Reise ist vor der Reise!

2013 werde ich wieder berichten wenn es um die Vorbereitungen zu den Reisen in der Zeit (1 Jahr) zwischen Bachelor und Master geht. Ich werde wahrscheinlich 6 Monate mir dann frei nehmen um zu reisen, und 6 Monate ein Praktikum absolvieren. Bis dahin und danke an alle meine fleißigen Leser und die Menschen die durch irgendeine Weise auf meinen Blog gekommen sind.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 
1 Comment

Geschrieben von - 1. April 2012 in Indien 2012

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

Havelock Island

Eigentlich sollte ich lieber nichts ueber diese traumhafte Insel schreiben. Denn umso mehr Menschen von diesem Backpackerparadies wissen, umso mehr Kommerz und Dreck wird den Garten Edens fuer die armen Leute zerstoeren. Schon jetzt sind die Straende ueberfuellt mit Resorts, und man kann nur hoffen das der Flughafen in Port Blair ein regionaler bleibt, Gott beware.Mit armen Leuten meine ich nicht arme Inder sondern mich und andere low Budget reisende die keine 3000 Euro haben um mal schnell auf den Malediven Urlaub zu machen. Zwar sind die Doerfer der Andamanen typisch indisch und auch hier gibt es manchmal kein Strom, schlechten Service, und Dreck ueberall, doch besitzt Havelock Island, die Backpacker Insel der Andamanen schlechthin ein Ass im Aermel, den Radanagar Beach, auch Beach No. 7 gennant. 2004 wurde er zum schoensten Strand Asiens gekuehrt.

Als wir mit Kingfisher Airlines in Port Blair ankamen, hielt uns nicht viel dort, sofort verschlug es uns auf die Faehre Richtung Havelock Island, und obwohl unser Schiff 2,5 Stunden brauchte, ich die Nacht nicht geschlafen sondern auf dem Airport in Chennai nur gedoest hatte, und das Teil eher aussah wie ein Forschungsschiff aus den 50ern, wuchs die Vorfreude gewaltig. Der erste Anblick der Andamanen aus dem Flugzeug war gewaltig, dies wiederholte sich bei der Einfahrt in den Hafen von Dorf Nummer 1 auf Havelock. Regenwald, Regenwald, Regenwald. Absolut klares Wasser, und 20 Rikschafahrer die am Hafentor standen und gespannt auf die westliche Beute warteten. Einer davon fuhr uns zu den Resorts. Wir liefen am Strand entlang mit all unseren Sachen und suchten von dort aus eins das uns gefiel. Am naechsten Tag durften wir auch mal das Wasser sehen, endlich, denn zuvor sahen wir nur tote Korallen und bevor ich wusste das es gerade totale Ebbe hatte, war ich etwas entaeuscht, auch Marco hatte sich das anders vorgestellt. Dafuer war die Ueberraschung am naechsten Morgen umso groesser. Kristallklares bis zu 2 m hohes Wasser, welches hell tuerkisblau in der Sonne glitzerte. Am Horizont liess der Kontrast zwischen dunklem Meeresblau und helltuerkisem Uferwasser, vermischt mit dem Schatten der Korallen ein blaues Farbenspiel entstehen, welches durch Ebbe und Flut immer wieder sein Gesicht wechselte.

Der Strand, an dem die Huetten standen (Beach No. 5) war Heimat fuer Millionen von Einsiedlerkrebsen. Auch riesen grosse 10 cm breite Krebse mit beachtlichen Scheren liefen ihren Seitwaertstrott und verschwanden sofort in ihren Loechern fals man sie versuchte zu fangen. Der Sand war beste Qualitaet und von solcher Reinheit, das einem der Muell im Hinterland zum Strand gar nicht mehr stoerte. Trotztdem ist es traurig sehen zu muessen, wie Tausende von Plastikflaschen einfach so dort nicht verotten koennen, und scheinbar ewig das Bild praegen fuer diejenigen, die sich vom Meeresanblick 180 Grad nach hinten drehen.

Nach einem Tag wechselten wir aus Gruenden des Komforts das Resort und wurden Nachbarn von netten Israelis, mit denen wir die naechsten Abende verbrachten. Corinn, Itai, Ilai und Leon waren alle gut drauf, so wie die gefuehlten anderen 1000 Israelis die auf der Insel waren. Wir sassen vor unseren Huetten, mit direktem Meeresblick, direkt unter wunderschoenen Palmen, Es gab regen Kulturaustausch und viel Gelaechter bis unendliche Muedigkeit die durch verschiedene Dinge ausgeloeste Redseligkeit uebertrumpfte.

Am Tag lagen wir meistens in unseren Haengematten. Ich zwischen zwei Baeumen, welche direkt ins Wasser ragten, und Marco unter einer Palme. Nur an zwei Tagen machte Ich einmal mit Marco und einmal alleine Touren durch den Dschungel und zum Beach No. 7, dem mit galaktischen Abstand schoensten Strand den ich bisher mit meinen eigenen Augen gesehen habe. Als wir dort zum ersten mal ankamen fing es zum ersten mal richtig an zu regnen, und es war bisher wirklich das krasseste paradiesgefuehl das Ich jemals hatte. Ein perfekter Strand ohne einen Kratzer, im Hintergrund ein kleiner Berg mit dichtem Dschungel, kaum Menschen, kristallklares Wasser und Wellen die so traumhaft langsam und ruhig sich brachen, dass Die Realitaet zu einem Traum verkommen war. Als ich das zweite mal mit dem ausgeliehen Motorrad dort war um den Sonnenuntergang zu beobachten, gab es nicht mehr dieses Anfangsgribbeln, und schon hatte ich mich an so einen tollen Ort gewoehnt. Die romantischste Situation kam jedoch erst am letzten Abend:

Es war gerade Ebbe und das Wasser schon zur Haelfte zurueck gegangen. Ich liess mich in 1m tiefem Wasser, ca. 50 bis 100 m vom Strand entfernt in absoluter Dunkelheit dahintreiben. Das Wasser hatte fast noch Badewannentemperatur, ich schaetze um die 32 Grad. Ich schaute nach oben in die absolut klare Nacht und die Milchstrasse spannte einen Bogen um mich. Als ich noch mehr von der Insel wegschwamm hatte ich ein Gefuehl zwischen Unendlichkeit, Schoenheit, Ruhe und Angst. Denn man konnte nicht mehr die Grenze zwichen Wasser und Himmel sehen und es kam einem vor als wuerde man im Himmel schwimmen. Der Gedanke an hungrige Salzwasserkrokodile, die es im Raum Andamanen gibt, liess mich nach 20 Minuten wieder an Land gehen. Auch so hatte ich Angst auf irgendwas zu stossen, denn ich konnte ja nix sehen, ein sehr gruselige Situation, gruselig und wahnsinnig schoen zu gleich.

Artikel von Kerala siehe unten : )

Hier ein par Bilder von unserem Aufenthalt dort:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 
4 Comments

Geschrieben von - 18. März 2012 in Indien 2012

 

Schlagwörter:

Kerala – Wasser und Dschungel

Kerala ist anders. Die Menschen hier sind freundlicher, alles ist organisierter, viel ist durch die kommunistische Regierung vorgegeben, die Bildung sowie die Lebenserwartung hoeher. Es gibt kaum offene Flaechen ausser die Reisfelder. Ueberall sind Palmen und Dschungelartige Waelder, zu deren Vollstaendigkeit die Mammutbaeume fehlen, die die Inder und Briten alle abgeholzt haben, den Rest bescherrte die Ueberbevoelkerung. Doch das beste an Kerala ist das Essen!!!

Fischcurry in Kerala essen ist wie Weintrinken in Frankreich. Die Absolute Genussnote wurde mir zwar oft durch die Schaerfe versaut aber ansonsten lohnt es sich schon nur wegen dem Essen nach Kerala zu kommen.

Auch unsere Unterkunft entsprach nach indischen Verhaeltnissen eher einer Luxusprivatvilla, die Zimmer vermietet als einem schaebigen mit schimmel durchfressenden Hotel und das zu angemessenen Preisen. Das richtige Geld jedoch machen die Leute dort sowieso mit Hausboottouren. 99 Prozent der Touristen in Allepey kommen wegen den Backwaters, den Kanaelen im Hinterland, dorthin. Was sind die Backwaters? Im Prinzip nichts anderes als Strassen, nur halt aus Wasser bestehend. Die Leute wohnen an den Kanaelen unterschiedlichster Groesse und benutzen diese um von A nach B zu kommen. Das interessante fuer Touristen ist dabei, das Leben der Menschen in absoluter Ruhe beobachten zu koennen, ohne dabei von nervigen Landverkehr gestoert werden zu koennen, absolut tolles Essen zu geniessen und am Abend langsam zwischen Palmen in engen Kanaelen in den Sonnenuntergang hineinzutukkern. Dabei gibt es zwei Moeglichkeiten. Das Hausboot oder das Kanu. Wir entschieden uns fuer beides.

Das Hausboot das wir hatten sah so aus wie alle anderen der 500 Stueck die dort umherschifften, und jedes einzelne wurde seinem Namen gerecht. Denn es hatte eine grosse Kueche, in dem zwei sehr nette Inder uns Essen zubereiteten, ein Schlafzimmer, ein Bad mit allem Drum herum, ein Oberdeck zum entspannen, und einen riesigen Sitbereich mit einer Essenstafel. Es fuhren so viele hausboote umher, das man denken koennte man sei in Venedig. Und meitens sah man oben auf den Decks der Schiffe zwei oder mehr westliche Koepfe herausragen. Es war definitiv eines der schoeneren Erlebnisse in Indien.

Nicht ganz so schoen wurde der Dschungeltrip im Periyar Wildlife sanctuary. Alles was wir sahen war eine Elefantenfamilie, aber naja, immerhin. Umso Kurioser schienen die Touristen, die im Sprint zum Ticketschalter der Dschungelboote, alles gaben, um ja nicht einen Sitzplatz in einem der besseren Boote zu verpassen, die angeblich leiser sein sollten und damit die Tiere nicht ganz so krass verscheuchen wuerden. Pustekuchen. Die Boote sahen alle gleich aus und es jeder hatte einen Platz bekommen. So war das Verhalten der Touristen uns eine groessere Attraktion als der Dschungeltrip selbst. Auf dem Rueckweg nach Kumily, dem Ort an der Grenze zu Tamil Nadu, indem wir uebernachteten dort, sahen wir ein Rieseneichhoernchen und Languren. Und das war ausserhalb des Parks. Die Inder, die dran vorbeiliefen, interessierte das gar nicht, komisches Voelckchen, wo sie doch zuvor wie die Bekloppten um die wette gerannt sind um 0 Tiere zu sehen (mal die Elefanten ausgenommen).

Auroville

Der Tag in Auroville war fuer mich genauso surreal, wie die ersten Stunden in Delhi am Beginn unserer Reise. Als Selvam mich auf der Farm beim Cowgrass schneiden sah vielen ihm alle Augen aus. Er war sichtlich geruehrt. Er lud mich in sein Dorf ein und seine Frau kochte uns etwas “leckeres” (siehe Bilderserie)

Als ich bei Merry ankam war Merry nicht da aber alle Katzen einschliesslich eine von meinen. Ob es Das Musel war oder ihr Kind, ich weiss es bis jetzt nicht. Aber ich vermute ihr Kind, denn als sie mich sah schaute sie mich nur an wie als ob ich vom Mars kaeme. Eine andere Katze hingegen erkannte mich und schmiegte sich andauernd an meine Beine und schnurrte.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 
1 Comment

Geschrieben von - 18. März 2012 in Indien 2012

 

Schlagwörter: , , ,

Wir brauchten kein Taxi^^

Auf dem Weg zurueck zum Bahnhof in Goa. Im Hintergrund: Dersey beach resort, Agonda Beach.

Wir haben die Fahrt ueberstanden und ich sitze in Allepey (Suedkerala) im besten Budgethotel bisher und gleich gehen wir los um die keralische Kueche zu geniessen, sie soll eine der besten der Welt sein. Morgen machen wir einen 20 Stuendigen Hausboottrip durch die Kanaele im Hinterland, dabei soll uns angeblich Essen erwarten welches wir niemals vergessen werden. Danach gehts in den Dschungel spazieren. Am 09.03.2012 meld ich mich aus Auroville wieder zurueck und schreibe etwas ueber unseren Keralaaufenthalt. Bis dann… : )

 
9 Comments

Geschrieben von - 5. März 2012 in Indien 2012

 

Schlagwörter: ,

Reise in den Sueden und Goa

Jodhpur bildete unsere letzte Station im Norden. Leider musste Mandu ausfallen sodass es nun direkt in den Sueden ging mit 2 Tagen Erholungsaufenthalt in Indore. Dort ging es Marco sowie mir nicht so gut, sodass es fast unmoeglich schien die stressige Tour nach Mandu durchzuziehen.

In Indore hielten wir uns hauptsaechlich in einer tollen sehr sauberen Baeckerei auf oder im Indian Coffee House. Dort wo die Judikative von Indore ihre Mittagspause haelt. Die restliche Zeit verbrachten wir im Hotel, um uns auszuruhen. Ich machte mich zudem noch euf den weg zu einem privaten Krankenhaus. Ich hatte den Verdacht auf Pilzbefall in der Leistengegend, ich will nicht naeher drauf eingehen^^ Doch im riesengrossen Krankenhaus sagte man mir der Arzt wuerde heute nicht kommen, ich sollte es doch morgen wieder versuchen, vllt haette ich dann Glueck. Aha dachte ich mir, nagut, dann muss ich wohl der Apotheke meinen Fall schildern und googelte erstmal im naechsten Internetcafe was Pilzbefall auf Englisch heisst (Fungal Attack). Ok, der Apotheker wusste sofort bescheid und gab mir fuer 45 Rs eine Anti Fungal Creme. Nur einen Tag spaeter war der Pilz fast weg, unglaublich effektiv diese Creme, und zum Glueck war meine Selbstdiagnose richtig. Danke Lonely Planet! Hier der tolle Baecker:

Um nach Goa zu gelangen mussten wir wieder umsteigen in Mumbai. Diesmal machten wir einen kleinen Spaziergang durch das Government Viertel und ich war sehr beeindruckt von der Andersartigkeit dieses Ortes im Vergleich zu anderen indischen Staedten, die ja im Prinzip alle gleich aussehen. dieses Viertel in Mumbai hatte einen anderen Rythmus, es gab fast nur Gebaeude aus der Kolonialzeit, Prunkbauten wohin man nur schaute. Alles war sehr teuer. Und doch entschieden wir uns in Subway etwas zu essen. Ich beobachtete von hier die Strasse und war sichtlich ueberrascht so viele deutsche Luxusautos zu sehen, allen voran Mercedes.

Schliesslich standen wir auf dem Platz schlecht hin in Mumbai. an diesem Ort stand das Gateway of India, man hatte einen guten Ausblick auf das Meer und das Taj mahal Palace Hotel stand nur unweit entfernt. Hier fanden die Anschlaege von Mumbai 2006 statt bei denen dutzende Menschen starben:

Als wir dann etwas auf einer Strasse direkt am Meer langliefen entdeckten wir eine Filmcrew, die gerade dabei war, einen Bollywoodfilm zu drehen. Viel passierte jedoch nicht. Scheinbar machten sie gerade Mittagspause. Den Filmstar konnte man gleich erkennen. Er trug eine coooole Sonnebrille, und ein fashes T-shirt und schien recht kraeftig gebaut.

Am Abend schoss ich noch Fotos von der Gegend um den Bahnhof, die ich sehr interessant fand. Das zweite Bild zeigt den Victoria Terminus, fuer mich das schoenste Bahnhofsgebaeude der Welt:

Die Fahrt nach Goa war sehr entspannend. Zwar hatte der Zug Kakerlaken an Bord (auch Kakerlaken brauchen mal Urlaub in Goa) aber das war kein Problem fuer uns. Der Konkan Kanya Express mit der Zugnummer 10111 brachte mich zum zweiten mal zu einer der schoensten Erholungspunkte Indiens. Der Zug war zum schluss fast leer und so genossen wir die Ruhe und die vorbeiziehende Landschaft bestehend aus Backwatergebieten, Palmenhainen, Reisfeldern und kleinen doerfchen, die in der Masse an Gruen zu verschwinden drohten. Fuer diejenigen die schon immer mal wissen wollten wie eine indische Zugtoilette aussieht :D   :

In Madgaon, dem Endbahnhof in Goa, leihte ich mir eine Hero Honda Splendor aus. Marco setzte sich hinten drauf mit meinem grossen rucksack und ich nahm seinen vorne und legte ihn auf das Amaturenbrett. Die fahrt war schon etwas anstregend, da die Last gross war und man etwas mehr steuern musste, aber sie war auch wunderschoen. 50 km durch Goanische Landschaft zu fahren hat schon seinen Reiz.

Der Aufenthalt im selben Resort in Agonda wie vor 2 Jahren war nicht viel anders, sodass es nix zu erzaehlen gibt. Nur einmal machte ich alleine eine kleine Tour mit dem Bike zum Cola Beach 8 km noerdlich von Agonda. Einem Strand wie im Bilderbuch. Aber auch dort gab es Resorts, einen leeren Strand zu finden ist in Goa leider unmoeglich geworden.

Nun geht es heute wieder zureuck nach Madgaon. Dort faehrt uns ein Zug nach Allepey, von wo aus wir die Hausboottour starten. Ich melde mich dann wieder aus Tamil Nadu, spaetestens von den Andamanen : )

 
5 Comments

Geschrieben von - 4. März 2012 in Indien 2012

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Chaos und Wuestensand – Delhi und Rajasthan

Ich bin wieder in Indien. Und jetzt, nach einigen Tagen Chaos und schoenem Wetter bin ich auch wieder mental angekommen. Und solangsam fuehlt es sich wieder wie Heimat an. Deutschland ist weit weg in meinen Gedanken. Ich werde wieder uebers Ohr gehauen, esse tolle Dinge, das Wetter spielt keine Rolle, Gehupe ist voellig normal, und die Tastatur hat kein ue usw. : ) Ja ich bin wieder in Indien!

Im Gegensatz zur letzten Rundreise hatte ich schon eine Menge tiefer Gespraeche mit Indern. Ich bin offener und gelassener geworden, habe meine innere Mitte schon laengst gefunden, gott sei dank! Aber jetzt mal ganz von vorne:

Nur knappe 7 Stunden dauerte der Flug. Wir hatten Rueckenwind und hatten tatsaechlich eine Spitzengeschwindigkeit von 1142 km/h. Der Lufthansaflug hatte eine gute und eine schlechte Seite, so wie alles auf der Welt. Gut waren die kostenlosen alk. Getraenke, die ueberaus grosse Porgrammauswahl am Sitzmonitor und das freundliche Personal. Sschlecht hingegen, dass es sehr eng zuging, neben mir ein stinkender alkoholisierter Inder sass, und ich kein Auge zutun konnte obwohl ich auch die letzte Nacht nicht geschlafen hatte. Doch die Vorfreude auf Indien erhielt meine Laune, und ich wusste vieles wird so stressig wie dieser Flug und Ich schmunzelte.

In Delhi checkten wir ins Hotel Namaskar ein, Sarah und Katja werden das sicherlich noch ganz genau kennen. Und so wie die beiden Nachts dort ankamen, so sah auch Marco zum ersten mal diese so komplett andere Welt. Erster Eindruck: Hunde, Dreck, stickige Luft und fehlende Strassenbeleuchtung und der Gedanke “ach du scheisse, wo bin ich hier gelandet!” Aber dann am Morgen: “Saubere” Strassen und das pure Leben in allen Ecken

Erster Tag in Delhi

Wir trafen 5 Maedchen, 2 davon kannte ich durch Marco schon aus Deutschland. Eine davon war wie ich 1 Jahr mit weltwaerts in Indien. Eine wohnt ueber Marco in einer WG in Halle. zu siebt ging es dann los zum shoppen, essen und wieder shoppen. Wir besichtigten nur Humayuns Tomb, was ich schon kannte jedoch ist dies ein perfekter Ort um vom Chaos in Delhi zu entspannen. Interessant wurde besonders der zweite Tag:

Zweiter Tag in Delhi

Kata (die exweltwaertslerin) organisierte ein Treffen mit einem ehemaligen Strassenkind ueber eine gemeinnuetzige Organisation namens Salaam Baalak Trust. Diese holt Strassenkinder besonders von Bahnhoefen aus ihrem wirklich richtig beschissenen Leben heraus und bietet ihnen ein Dach ueber dem Kopf, Bildung und Moeglichkeit Geld zu verdienen. Leider habe ich den komplizierten Namen von ihm vergessen. Jednfalls zeigte er uns die Einrichtung und wir kamen in Kontakt mit den aufgesammelten Strassenkids.

Seine Lebensgeschichte erfuhren wir sehr detailiert und ich hatte noch nie so eine so schlimme und traurige Geschichte gehoert. Sein Leben wurde bestimmt duch Drogen, versuchten Selbstmord, einem Vater der seine Frau (also seine Mutter) getoetet hatte, einem blinden Bruder der noch in dieser qualvollen Familie lebt. Durch Flucht und staendige Reise von einem Bahnhof zum naechsten. Er hatte Angst nach Hause zurueckgeschickt zu werden, Angst, dass zwilichtige Gestalten ihn verstuemmeln und ihn losschicken zum betteln. Er kaempfte mit sich selbst sich nicht vo den naechsten Zug zu schmeissen. Eines Tages jedoch hielt eine Frau in einem weissen Wagen an. Viele Strassenkinder standen dort. Sie erzaehlte ihm was ihm alles erwarte wenn er mitkommt und sie wuerden ihn nicht sofort zu seiner Familie schicken. Auf diese Zeit folgte nun eine bessere doch bei vielen Kindern ist sie trotz der Hilfe der Org. noch gepraegt von Drogen und Glueckspielen. Alles geld was verdient wurde wurde sofort ausgegeben. Auch er schwaenzte jeden zweiten Tag die schule und gab sein Geld, welches er fuer den Bus zur Schule bekam aus fuer Spiele Im Internet. Er versuchte einfach nur jeden tag zu geniessen, und keinen Gedanken an Morgen zu verschwenden. Doch viele Strassenkinder, so auch er, haben es geschafft. Sie sind etwas geworden. Mit Stolz zeigte er uns in seiner Einrichtung Bilder von ehemaligen Strassenkindern, auf denen man nicht erkennen konnte das diese jemals auf der Strasse gelebt hatten. Der eine wurde ein kleiner Bollywoodstar, der andere ein Topmanager der indischen Eisenbahn. Viele leben nun in der USA um zu studieren. Hier ein Bild von den jetzigen Strassenkindern die aufgesammelt wurden und nun ein etwas mehr geordnetes und gesichertetes Leben haben:

Das Tagesende wurde ganz besonders spannend. Wegen Stau kamen wir erst verspaetet im Hotel an um unsere Sachen zu holen. Dummerweise stand auf dem Zugticket nicht der Abfahrtsbahnhof an den ich zuvor gedacht hatte. Dieser waere, wie 2 Jahre zuvor nur ein par Schritte vom Hotel entfernt gewesen. Nein wir mussten 7 km weiter zur Old Delhi Railwaystation. Diese Neuigkeit erfuhr ich vom Hotelmanager der nur meinte: “You have to leave now! … (kurze Pause und eine erneuter Bkick auf die Abfahtszeit) …Immediately!!!” Zum Glueck trafen wir auf einen besonders waghalsigen Rikschafahrer der die Herausforderung annahm. Und er hatte beim Teufel eine verdammt gute Rikscha : ) Am Ende kamen wir eine halbe Stunde zu frueh an :D

Die erste Zugfahrt nach Jaisalmer wurde stressig. Der eigentliche Espress wurde zum Passenger, was soviel heisst wie, er haelt ueberall und es duerfen so viel einsteigen wie nur geht. Auch eine Folge des Bevoelkerungswachstumes. Erst ab Rivali wurde es leer in den Gaengen, der Schlaf jetzt moeglich. Wie immer buchte ich die upper berth Variante um oben in den Betten ruhig dahindoesen zu koennen. Leider wurde es Nachts kaelter als gedacht. Nordinden im Winter ist kein Zuckerschlecken. Eine lange Hose, ein Pullover, 2 T Shirts und eine Jacke sowie ein seidenschlafsack reichten Nicht! Unfassbar!

Jaisalmer und die Wueste

Nur einen einzigen Tag verbrachten wir direkt in dieser goldenen Stadt. Sie wird goldene Stadt gennant, da ihre wunderbar detailierten Haeuserfassaden aus gelben Steinen erbaute worden sind (aus der Umgebung), welche Abends im Sonnelicht goldig scheinen.

Die Stadt ist relativ eng gebaut, ruhig und klein. Eine wilkommene Abwechslung zu Delhi. Die Stadt ist wirklich sehr sehr schoen! Es gibt viel Bunte Shops und interessante kleine Laeden. Ich glaub Sarah kann ein Lied von Singen, sie war schonmal hier. Und da sie davon schwaermte war mir klar, diese Stadt musste besucht werden! Das beste an der Stadt ist der Ausblick hoch oben vom Palast und der kleinen eigene Stadt auf diesem Berg. Durch Zufall kamen wir zu einem einzigartigen Ort: Hare Om Jewellerie. Wir standen oeben an der Mauer und genossen den Ausblick als wir in ein Gespraech mit einem sehr netten Inder verwickelt wurden. Seine Familie steht im Guiness Buch und das zurecht. Sein Vater ritzte in ein Reiskorn die drei Goetter Vishnu Shiva und Brahma, ein einzelnes Haar Lord Krsna. Er machte uns Chai und zeigte uns dann tatsaechlich das Reiskorn und das Haar. Und unfassbar, er hatte recht. Ich konnte erst nicht glauben das dies moeglich sein kann! Das eigentliche Haupthandwerk der Familie sind Silberringe. Doch nicht ganz gewoehnlich sondern RInge mit sehr sehr sehr detailierten Einkerbungen. Auf einem einzelnen Ring zum Beispiel waren ca. 10 grosse Sehenswuerdigkeiten der gesamten Welt eingeritzt, und zwar so detailiert, dass man sofort erkennen konnte was es fuer eine ist. Es gibt sogar menschen die von Australien oder USA extra nach Indien reisen um in diesen Shop ihren individuellen Ring abzuholen. Viele benutzen ihn dann als Hochzeitsring! Eine sehr kreative Idee! Wenn es dann keine Liebe ist… Ich habe mir vorgenommen, fals ich tatsaechlich eine Weltreise mal mache, zum schluss der Reise zu disem Shop zu gehen und die wichtigsten Orte dieser Reise in diesen Ring eingravieren zu lassen. Es gibt keine andere Familie auf dieser Welt die dieses Handwerk beherrscht. Wir quatschten mehrere Stunden bis die Sonne unterging. Danach holte ich zwei wunderschoene Wandteppiche. Nicht fuer mich, sondern fuer zwei Geschoepfe, die Indien genauso lieben wie ich : ) Ich hoffe es gefaellt euch! Ich hab keinen Milimeter Platz mehr im Rucksack, ich muss mir noch irgendwas einfallen lassen wenn ich noch mehr kaufen moechte.

Die beiden anderen Tage verbrachten wir in der Wueste und auf dem Weg dorthin. Eigentlich war auch der Weg dorthin Wueste aber am Ende stand ich tatsaechlich auf richtigen Sandduenen nahe der pakistanischen Grenze, einige dutzend Kamelkilometer entfernt von Jaisalmer. Wir kamen durch total zerfallene und nicht merh vorhandene Doerfer. In einem noch belebten Dorf fragten mich 4 Maedchen nach Kugelschreiber fuer die Schule, ich gab ihnen alle meine 2 Kugelschreiber, ein Maedcehn weinte, es bekam nichts, ich hatte leider keine vier : ( Sie bekamen noch deutsche Extra Kaugummis, aber scheinbar waren die Kugelschreiber von essentieller Bedeutung und viel mehr wert.

Auf einem Kamel zu reiten kann ganz schoen anstregend sein, trotzdem ist es ein einmalige Gefuehl. Mein Kamel hatte Probleme beim hinsetzen, es schien ein altes zu sein. Wir waren zu acht. Es kamen noch mit: 2 Hongkongnesinnen, 3 Suedkoreaner und ein Oesterreicher. War ne lustige Truppe. nach Stundenlanger Kamelitaeten erreichten wir die nicht-touristischen Duenen von Irgendwo mitten in Nirgendwo nahe der pakistanischen Grenze. Dennoch sah man von hier immernoch viele Lichter am Horizont. Ganz abgeschieden waren wir nicht und auch die Wueste war sehr sehr ueberschaubar. Wir machten Feuer, ich zeigte Suedkoreanern wie man grillt (lol) und dann legte ich mich auf eine Duene und schaute in den unglaublich klaren Sternenhimmel. Marco Ich und Daniel (der Oesi) sahen eine unglaublich grosse Sternschnuppe, man sah den Feuerball als der Meteorit vergluehte, noch nie sowas gesehen. Zu dem konnte man gut den Mars sehen. Die Nacht unter freiem Himmel war sehr sehr kalt, ich denke maximal 5 bis 8 grad warm. Wir hatten mehrere warme decken, ich hatte alle meine sachen an und es hatte gerade so gereicht. einige Inder, die die Kamele fuehrten kochten uns essen, es war immer das gleiche aber es war sehr lecker. Auf dem Rueckweg hoerte ich Enya und Katie Melua auf meinem Kamel, unglaubliche Stimmung kam da in mir auf. Es ist wirklich ein tolles gefuehl auf einem Kamel mitten in der Wueste Musik zu hoeren : )

Jetzt bin ich in Jodhpur. Wir waren auf der grossen Festung, die noch um einiges hoeher als der Palast von Jaisalmer ist. Diese Festung uebertrohnt die gesamte Stadt. Sie wird auch die blaue Stadt gennant, und tatsaechlich gibt es Viertel in denen 70 Prozent der Haeuser blau sind. Wir besichtgten die Gemaecher des Koenigs und der Frauen und sonstiger sachen dort, ich sah das Schwert von Akbar, von den ich schon einen tollen Bollywoodfilm gesehen hab. Er war der Mogulherrscher, welcher ganz Nordindien unter seine Hand brachte und die Religionen “vereinte”. Wir machten eine Audiotour mit und haben echt viel von der geschichte dieser Festung mitbekommen. Mein naechsten Bericht gibt es wieder in ca. einer woche, vllt schon in Goa, spaetestens jedoch kurz vor den Andamanen, vllt sogar geh ich dafuer in das Internetcafe, in welches ich immer in Kuilapalayam nahe Auroville gegangen bin : )

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 
14 Comments

Geschrieben von - 26. Februar 2012 in Indien 2012

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Another Day in Paradise

Jeder Tag in unserem Leben ist ein Tag ohne wirkliche Sorgen. Ich werde daran in Indien wieder sehr oft  erinnert werden.Wir sollten uns dieser Tatsache als Vertreter der westliche Gesellschaft bewusst sein. Für uns ist jeder Tag nur ein neuer Tag in einer Welt, die Andere als Das Paradies bezeichnen.

Es ist also nicht nur ein langer Urlaub, sondern auch das Spüren der leidenden Seele Indiens. Wer in Indien gereist ist, weiß das. Wenn nicht, ist man entweder herzlos oder nicht richtig durch das wahre Indien gereist.

Ich schreibe das, um zu verdeutlichen, dass es mehrere Gründe gibt warum ich wieder nach Indien will. Es ist nicht einfach nur ein Urlaub für mich persönlich. Es ist für meine Zukunft, und um nicht zu vergessen wie die andere Seite der Welt wirklich aussieht. Denn diese Menschen brauchen unsere Hilfe. Für meine Zukunft hoffe ich, den Menschen durch meine Beruf helfen zu können, und ihnen nicht zu schaden.

Zum anderen ist es jetzt auch nochmal ein kleiner Test für mich ob ich nochmal für ganz lange Zeit dort Leben möchte. Zumindest für 2 Jahre wenn ich vielleicht meinen Master in TM in Bangalore mache.

Aber natürlich wird es auch ein Toller Urlaub werden! : ) Und ich freu mich riesig auf die schönen Seiten Indiens, die Musik, das Leben auf den Straßen, Die Farben, der Dreck unter meinen Schuhen, die verpestet Luft vermischt aus 1000 Düften und Essensgerüchen, dem Lärm durch die Schiffshupen der Busse, das geniale Essen an sich, die Sonnenuntergänge, den Dschungel, die Tiere und das Gefühl von Gelassenheit.

 
1 Comment

Geschrieben von - 17. Februar 2012 in Indien 2012

 

Schlagwörter: ,

5… 4… 3… 2… 1… India

When I close my eyes:

 
7 Comments

Geschrieben von - 14. Februar 2012 in Indien 2012

 

Schlagwörter: , , ,

Reiseroute Indien 2012 im Überblick

Ab 21.02.2012 sind Marco und Ich für 5 1/2 Wochen in Indien. Ich versuche mindestens einmal pro Woche etwas auf meinen Blog zu berichten und einige wenige Fotos hochzuladen. Versprechen kann ich allerdings nichts ; ) Bis Ende Februar! : )

Rundreise Indien und Nepal 2012
stepmap.de: Jetzt eigene Landkarte erstellen

StepMap Rundreise Indien und Nepal 2012
 
Leave a comment

Geschrieben von - 20. Dezember 2011 in Indien 2012

 

Schlagwörter: , , , , ,

Der Reisende

 

Er hat keinen Grund zum Hasten, sieht das selten Tier beim rasten

Er baut nicht auf Eigentum, braucht nur die Welt rings herum

Er stößt auf gar schrecklichen Ort, und flieht geschwind wieder fort

Er sieht das Paradies vor Augen, und weiß, es wird nicht lang taugen

 

Denn Alltag ist des Reisenden schlimmster Traum

 

Es gibt kein Grund zu bleiben, bis zum Meer lässt er sich treiben

Doch gibt es auch hier kein Ende, sein Raum hat keine Wände

Schon leuchtet ein Schiff am Horizont in seinen Augen

Er sagt Bye Bye! Doch er kommt zurück, das könnt ihr mir glauben!

 

Ein Gedicht an die Fragenden und Besorgten ; )

von Jonas Leipold

 
2 Comments

Geschrieben von - 15. Dezember 2011 in Brasilien 2014

 

Schlagwörter: ,

Tagebuch zur Radreise

Damit jeder Interessierte unsere Radreise durch Tagebucheinträge und Bilder verfolgen kann, habe ich extra einen Radreiseblog erstellt. Auf der horizontalen oberen Menüleiste einfach auf Spanien-Radreise-Blog klicken und schon ist man bei den Tagebucheinträgen. Alle anderen Artikel (allgemeinen) werden hier gepostet, um den Verlauf der Tagebucheinträge nicht zu stören. Außerdem bietet der Nebenblog noch viele ergänzende detailiertere Infos über die Reise.

So, nun ist es soweit. Die letzten Vorkehrungen werden getroffen und die letzten Dinge gekauft. Dann wird sich zeigen was mit kann und was nicht. Ich hoffe ich finde einen Kompromiss aus “Alles notwendige mitnehmen” und “nicht zu viel mitnehmen.” Alles notwendige würde gar nicht alles in die Packtaschen hineinpassen. Aber wir sind ja Männer und solange das Fehlen einer Sache der Tour keinen Abbruch tut, werden wir das schon durchstehen. Schließlich sind Spanien und Frankreich ja nicht völlig in  der Wüste gelegen ; )

Die zwei Touren letzte Woche (Harz- und Erzgebirgstour) dienten vielerlei Dingen. Die Harztour machte mir klar das ich den richtigen Sattel gekauft hatte. Die Erzgebirgstour hingegen, dass ich eben KEINE wasserdichten Regensachen an hatte. Ich wurde dazu gezwungen als es das ganze Wochenende über Dauerregen gab. Am schlimmsten waren die 20 km von Nossen nach Freiberg. Marcus musste sich halb  tot lachen als ich später merkte, dass es ja auch gleich von Freiberg aus eine gute Verbindung nach Halle gibt. Naja so wurden meine Regensachen auf Herz und Nieren geprüft und nun werde ich das Monsuncape von Indien mitnehmen. Außerdem lernte ich auf der Tour Stephan kennen. Er startet von Jena aus mit mir Richtung Portugal. Dort will er dann kurz bleiben. Da kam ihm der Jakobsweg als Route dorthin ziemlich recht. Stephan kommt wahrscheinlich am Samstag von Stralsund aus in Jena an. Sonntag geht es dann los. Ich schätze es werden insgesamt über 3000 km werden, zumal wir wenn Zeit ist gerne noch ganz bis zum Ende fahren wollen, also nicht nur bis Santiago sondern bis zum Atlantischen Ozean (Westküste Spaniens). Bei der leicht verregneten Tour im Erzgebirge, die Marcus geplant hatte, merkte ich wie dringend ich Klickpedale brauche (Lass ich mir gerade einbauen) und aber auch, dass noch viel Spielraum ist zwischen einen Berg “hoch fahren” und einen Berg hochfahren! Heißt also, dass meine Kondition bei weitem noch nicht ausreicht für große Berge. Allerdings wird sich das bei richtigem “Angehen” der Tour ändern. Schließlich stellt sich der Körper voll und ganz nach einiger Zeit auf Leistung in den Beinen um und baut dort Muskel auf wenn man jeden Tag sie strapaziert. Aufpassen muss man eben nur, dass man sie nicht am Anfang überlastet, denn das kann zu genau den gegenteiligen Effekten (z.B Erschöpfung) kommen.

Ich werde nun ab 7.August Tagebucheinträge in ein kleines Büchlein schreiben, welches ich mit mir führe. Alle drei bis vier Tage dann oder je nach Gelegenheit werde ich diese Einträge dann auf dem Radreiseblog veröffentlichen und Fotos auf eine zweite Picasaweb-Seite hochladen, deren Link sich auf dem Radreiseblog ebenfalls befindet. Ich habe jetzt im Vorfeld schon nach geeigneten Internetcafes in Deutschland gesucht. Die nächsten zwei Tage werde ich dann noch welche mit Google Earth in Frankreich und Spanien suchen.

Im diesem Sinne heißt es nun für mich:

PS: Wünscht mir schönes Wetter!!!

 
2 Comments

Geschrieben von - 3. August 2011 in Spanien 2011

 

Schlagwörter: , , , ,

Radtour in den Harz (Halle – Berga)

Von Saale zu Harz, eindeutig erkennbar


Am 26.07.2011 ging es kurz vor der großen Tour nach Spanien nochmal alleine auf große Tagestour. Es sollte ein Testlauf bzw. Bewährungsprobe für den Fahrradsattel werden. Gleich vorne weg. Die 70 Euro haben sich gelohnt. Impotenz oder starke Sitzschmerzen können jetzt nicht während der großen Fahrradreise aufdrehten. Auch nach den fast 130 km, die ich auf der Tour zurückgelegt habe, hatte ich keine Beschwerden.

Die Tour verlief insgesamt gut, jedoch hatte ich mich drei mal stark verfahren und bin etliche Kilometer umsonst gefahren. Aber ganz umsonst war es ja auch nicht, denn die Landschaft wurde von Kilometer zu Kilometer schöner. Daraus lässt sich folgende Theorie ableiten. Umso mehr man von Halle wegfährt umso schöner wird es ; )

Zunächst folgte ich von Halle aus den Saale-Harz-Radweg. Dieser ist charakterisiert durch viele Weizenfelder,immer wieder kleine Dörfer, und vor allem kleine Täler mit kleinen Weinbergen links oder rechts am Hang:

Dann schließlich änderte sich die Landschaft etwas. Es wurde bergiger und es traten nun öfters Seen an die Stelle von Ackerland. Den größten von allen, den süßen See, verpasste ich jedoch weil ich mich verfahren hatte. Ulkiger weise verlief der Umweg über den Radweg “Rund um den süßen + salzigen See” (siehe Foto ganz oben, Artikelanfang). Interessant sind auch die riesen großen Halden die im Hintergrund der Landschaft wie surreale Objekte in den Himmel ragen. Ab Mansfeld (drittes Fotos) wurde es noch bergiger, der Harz war nur noch wenige hundert Meter entfernt:

Schließlich passierte ich endlich den Eingang vom Harz nach über 75 km. Als Beweis wie fertig ich war mal zwei Fotos von mir :D Ein paar Kilometer weiter endete schließlich der Saale-Harz-Radweg auf dem Harzradweg. Dieser ist gekennzeichnet durch eine mit dem Fahrrad fahrende Hexe. Zu meiner Entäuschung konnte ich leider auf der gesamten Strecke keine fahrende Hexe entdecken. Das ist der Beweis dafür, das Hexen zaubern können und es sie damit tatsächlich gibt. Wer weis wieviel unsichtbare Hexen an mir vorbeigeradelt sind :D (siehe Bild ganz oben)

So. Insgesamt waren das also zwischen 125 und 130 km, hatte mein Fahrradcomputer vergessen, allerdings die Strecke wie man oben sieht per Google Earth nachgemessen um die Route darstellen zu können. Die ganzen Tour mit ca. 1 1/2 Stunden Pause dauerte gute 10 Stunden. Damit komm ich auf eine ungefähre Durschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h. (Pausen rausgerechnet) An und für sich könnte so ähnlich eine Etappe in Spanien sein. Denn es schien die ganze Zeit außer Abends die Sonne, keine Wolken bis dahin. Es war teilweise sehr hügelig und kaum Bäume anfangs. Allerdings werden die Touren in Spanien nicht so lang und hier hatte ich aber kein Gepäck dabei. Im Prinzip ist es also nicht vergleichbar, auch weil ich mich whärend der Tour nach Spanien ja noch verbessern werde. Lustiger weise bin ich sogar unterwegs in den Harz den Jakobsweg ein Stück entlanggefahren (Siehe Bild Oben, Artikelanfang)

 
Leave a comment

Geschrieben von - 27. Juli 2011 in Spanien 2011

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Radreiseroute Deutschland – Spanien

Nachdem ich nun für Indien schon kräftig geplant und Flüge gebucht habe steht nun auch die Route nach Spanien fest. Sie besteht aus fünf Etappen und wird durch vier Länder gehen. Von Halle nach Genf werde ich nur mit Stephan aus Stralsund fahren. Ab Genf dann kommt Marcus mit, dann sind wir zu dritt. Ab da haben wir noch genau einen Monat um die “restlichen” 1900 km (grob geschätzt) abzufahren. Dabei werden wir zwischen 50 und 80 km am Tag zurücklegen. Und vielleicht auch mal ein Tag Pause einlegen zwischendurch ; )

Hier nun die Eckdaten der Monstertour:

Etappen

  1. Radwege durch Deutschland (Halle – Konstanz) in knapp 2 Wochen Reisezeit
  2. Mittellandroute durch die Schweiz (Lindau am Bodensee – Genf in ca. 7 Tagen Reisezeit)
  3. Via Gebennensis durch Frankreich (Teil I.) (Genf – Le Puy in ca. 6 Tagen Reisezeit)
  4. Via Podensis durch Frankreich (Teil II.) (Le Puy – St. Jean Pied de Port in ca. 10 Tagen
  5. Camino Frances durch Spanien (St. Jean Pied de Port – Santiago de Compostela in ca. 14Tagen

Gesamtkilometer:  mindestens 3000

Reisezeit:  Anfang August – Ende September (22.9.2011 Rückflug nach Frankfurt Hahn Flughafen mit Ryan Air)

Kosten:  500 – 700?

Übernachtung:  Zeltplätze, Wildzelten, weiteres?

Hier ist die Gesamtroute:

Die Route durch Deutschland (Etappe 1):

Die Route durch die Schweiz (Etappe 2):

Die Route durch Frankreich (Etappe 3 und 4):

Die Route durch Spanien (Etappe 5):

Ich melde mich nochmal mit einem Artikel kurz vor Beginn der Reise.

Bis Bald meine lieben Leser!

Jonas

 
Leave a comment

Geschrieben von - 2. Juli 2011 in Spanien 2011

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Indien 2012 – Reisedaten

Nun ist es amtlich. Marco, ein Freund aus dem Hallenser Studentenleben, und Ich werden in den Wintersemesterferien nach Indien fliegen und dort fast 6 Wochen verbringen. Nun sind es noch acht Monate bis unsere Abenteuerreise beginnen wird. Und doch haben wir schon den Flug gebucht und Ich habe auch schon in Reisefieber die Züge und Orte rausgesucht, die unsere Reise bestimmen sollen. Das klingt sehr voreilig in anbetracht der Tatsache, das es doch noch so weit hin ist. Aber das ist es nicht, denn wie ich heute am lebendigen Leib erfahren musste, gleiten dir die Flüge aus den Händen schneller weg als du gucken kannst. Trotzdem habe ich es tatsächlich geschafft einen vergleichsweise saubilligen Flug zu finden. Da ich in großer Vorfreude auf die Reise auch schon die Züge nachgeschaut habe und dadurch weiß wo wir wie lange bleiben, existiert jetzt schon ein Reiseplan. Nur die Hotels müssen noch herausgesucht sowie der Aufenthaltsort auf den Andmanen bestimmt werden. Hier sind alle Eckdaten für Indien 2012:

Reisezeit:  20.02.2012 – 30.03.2012

Flüge:

  1. Leipzig (5:30) – Frankfurt (6:45) am 20.02.2012 mit Lufthansa Boeing 737-300
  2. Frankfurt (13:30) – Delhi (01:15) am 20.02.2012 mit Lufthansa Boeing 747-400
  3. Chennai (10:05) – Port Blair (12:15) am 18.03.2012 mit Kingfisher Airlines Airbus A 320-232
  4. Port Blair (12:30) – Kalkutta (14:30) am 25.03.2012 mit Jet Airways Boeing 737-800
  5. Delhi (08:55) – München (13:40) am 30.03.2012 mit Lufthansa A 340-600
  6. München (21:40) – Leipzig (22:45) am 30.03.2012 mit Augsburg Airways De Havilland DHC 8-400 Dash Q8

Location Data:

21.02.  -  22.02.  Delhi

22.02.  -  23.02.  Zugfahrt I. Delhi – Kalka, 302km, 7h Fahrzeit

23.02.                      Zugfahrt II. Kalka – Shimla, 96km, 5h 10 min.  Fahrzeit

23.02.  -  27.02.  Shimla (Himachal Pradesh) im Himalaya

27.02.                     Zugfahrt III. Shimla – Kalka, 96 km, 5h 45 min. Fahrzeit

27.02.  -  28.02.  Zugfahrt IV. Kalka – Jodhpur, 907km, 18h 30 min. Fahrzeit

28.02.  -  29.02.  Jodhpur (Rajasthan)

29.02.  -  01.03.  Zugfahrt V. Jodhpur – Jaisalmer, 301km, 6h Fahrzeit

01.03.  -  03.03.  Jaisalmer (Rajasthan) in der Wüste

03.03.  -  04.03.  Zugfahrt VI. Jaisalmer – Jodhpur, 301km, 6h Fahrzeit

04.03.  -  05.03.  Zugfahrt VII. Jodhpur – Mumbai, 935km, 17h Fahrzeit

05.03.  -  06.03.  Zugfahrt VIII. Mumbai – Goa, 765km, 13h 25 min. Fahrzeit

06.03.  -  09.03.  Goa

09.03.  -  10.03.  Zugfahrt IX. Goa – Ernakulam, 850km, 15h 20 min. Fahrzeit

10.03.  -  13.03.  Kochi (Kerala)

13.03.                     Busfahrt nach Munnar

13.03.  -  15.03.  Munnar und/oder Umgebung (Kerala)

15.03.                     Busfahrt nach Madurai

15.03.  -  16.03.  Zugfahrt X. Madurai – Villupuram, 497km, 6h Fahrzeit

16.03.                    Busfahrt nach Pondicherry

16.03.  -  17.03.  Auroville (Tamil Nadu)

17.03.                     Busfahrt nach Chennai

18.03.                     Flug nach Port Blair (Andaman Island)

18.03.  -  25.03.  Andaman Island

25.03.                     Flug nach Kalkutta

25.03.  -  26.03.  Kalkutta (West Bengalen)

26.03.  -  27.03.  Zugfahrt XI. Kalkutta – Agra, 1267km, 20h Fahrzeit

27.03.  -  29.03.  Agra (Uttar Pradesh) Taj Mahal Standort

29.03.                     Busfahrt nach Delhi, eventuell Zugfahrt

30.03.                    Frühs Abflug nach Frankfurt

 

Reiseroute:

Kosten: 1300 Euro +/- 100

Zugkilometer: 6500

Flugkilometer: 18000 bei 620 Euro Flugkosten für 6 Flüge, ca. 30km/Euro

Reiseziele: 11

Reiseart:  Low Budget Backpacker

Landschaftsraster in Reihenfolge:  Hochgebirge, Halbwüste, Wüste, Küste, Mittelgebirge Dschungel, trockenes (ehem.) Regenwaldgebiet, Dschungel und Küste, Flusslandschaft

Spaßfaktoralgorithmus:  Nachts im Schlaf Reisen und damit Hotelkosten sowie Zeit sparen, tagsüber Chillen = )

 

 
1 Comment

Geschrieben von - 24. Juni 2011 in Indien 2012

 

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Radtour in den Thüringer Wald

Jedes Jahr findet in der Nähe von Cursdorf im Thüringer Wald ein großes Treffen über mehrere Tage zwischen vielen Bekannten und Verwandten statt. Letztes Jahr konnte ich nicht dabei sein da ich zu dieser Zeit in Indien war. So hatte ich mich ganz besonders auf das Treffen gefreut, und auch diesmal sollte es mit dem Rad nach Cursdorf gehen. Allerdings nicht von Jena aus, sondern von Halle aus mit Zwischenstop in Jena.

Am Mittwoch, dem 01.06.2011, unternahm ich den Versuch wieder einmal von Halle nach Jena zu fahren. Da ich allerdings den Wecker überhörte, fuhr ich nur die 65 km bis Naumburg und stieg in den Zug nach Jena, da ich abends noch ein paar Freunde erwartete. Ich verpasste den Zug, der alle 2 Stunden fährt, um 2 Minuten. Und das, obwohl ich schon mit höchstmöglichem Einsatz Richtung Naumburg fuhr. 17,6 km/h im Durchschnitt bedeutete hier noch einmal eine Leistungssteigerung zu den vorherigen Touren Halle -  Naumburg oder Naumburg – Halle. Allerdings war ich am nächsten Tag dann etwas geschwächter.

Am Männertag, dem 02.06.2011 sollte es dann 85 km nach Cursdorf gehen. Diesmal nicht alleine. Marcus, auch ein Radverrückter aus Sachsen, kam mit. Wir beide wollen zusammen nach Spanien fahren und die Tour in den Thüringer Wald war eine optimale Gelegenheit sich auch mal in echt kennen zu lernen. Das Wetter passte hervorragend, nur die Betrunkenen oder angeheiterten Männertagsveteranen stellten manchmal eine nicht zu berechnende Gefahr da. Ihre Trudelbahnen und Rumschupsereien waren nicht vorherzusehen. Allerdings hatte ich es mir schlimmer vorgestellt und alles im allem hatten wir gar keine Probleme.

Probleme jedoch hatte ich wieder mit meinem rechten Knie. Die letzten 20 km nahm der Schmerz immer mehr zu und Berge konnten so gut wie gar nicht mehr in Angriff genommen werden. Die größte Herausforderung, der Aufstieg nach Lichtenhain hoch in die Höhen des Thüringer Waldes auf ca. 650m konnte ich nur durch Schieben und mehrmalige Pausen “meistern”. Marcus hingegen hatte gar keine Probleme. Zwar hatte ich reichlich gefüllte Packtaschen am Rad aber die Hauptursache ist das Knie. Ich glaube ich fahre mit zu geringer Trittfrequenz und steige zu oft aus dem Sattel.

Auf der Rückfahrt nach Halle am Sonntag, dem 05.06.2011, hatte ich dann gar keine Probleme mit dem Knie, weil ich genau diese Sache berücksichtigt habe. Auch so war ich wieder gut drauf und fuhr 111 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20,36 km/h. Allerdings ging es auch die ersten 42 km bis zum Bahnhof Rudolstadt – Schwarze fast nur Berg ab. Und dann hatte ich über zwei Stunden Pause im Zug, bevor es dann wieder von Naumburg aus in der relativ großen Hitze nach Halle ging.

Insgesamt gesehen war das verlängerte Wochenende ein tolles Erlebnis. Das Wetter zum Radfahren war optimal, Die Landschaft, besonders im Thüringer Wald, sehr sehr schön und ich kenne nun einen weiteren Menschen, der genauso verrückte Idee in Bezug auf das Radfahren hat wie ich. Sonst stand ich ja immer alleine da wenn es mal darum ging mehr als nur 30 km zu fahren. Nach den 300 km nach Berlin waren diese 260 km in den fünf Tagen wieder eine schöne Übung für Spanien. Allerdings muss ich noch etwas an meinem Fahrstil rumbasteln.

Hier noch die Streckeninfo Jena – Cursdorf:

Auf dem Saaleradwanderweg nach Rudolstadt – Bad Blankenburg – Schwarzatalweg nach Unterweißbach über Schwarzburg und Sitzendorf – bergauf nach Lichtenhain – Oberweißbach – Cursdorf

Rückfahrt über Katzhütte – Meuselbach Schwarzmühle – Mellenbach Glasbach auf der Straße und wieder Richtung Rudolstadt selbe Route auf dem Schwarzatalweg

 
Leave a comment

Geschrieben von - 6. Juni 2011 in Spanien 2011

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

Reiseberatung für Backpacker

Sie wollen nach Indien? Wissen aber nicht was dort auf sie zukommt, sind überfordert mit der Reiseplanung oder haben keine Idee was man in Indien alles sehen sollte?

Sie brauchen eine gute Reiseberatung!

ACHTUNG: NOCH KOSTENLOS (bis Ende 2012). Für ein kleines Dankeschön wäre ich jedoch dankbar ; )

Ich habe ein Jahr in Indien gelebt und bin dort viel gereist.

Meine Leistungen:

  • NEU: Schon vorgeplante Routen mit entsprechenden Infos zu Verbindungen, Hotels usw. (Siehe unten!!!) –> Es ist garantiert für jeden etwas dabei
  • Erarbeitung von ganzen Reisepaketen zugeschnitten auf die Wünsche der Reisenden
  • Low – Budget Reiseplanung
  • Zugreservierungen
  • Infos zur Busreservierung
  • Infos zu billigen Flügen nach und in Indien
  • Alles über Visa
  • Einreisebestimmungen
  • Gefahren in Indien
  • Infos über Sehenswürdigkeiten
  • Orte die sie meiden sollten
  • Infos über Impfungen
  • Gefahren für die Gesundheit in den jeweiligen Reisegebieten
  • Kulturschock und wie man damit umgeht
  • Verhalten gegenüber der indischen Kultur und ihren Regeln
  • Motorradfahren in Indien
  • Taxifahren in Indien
  • Hotelberatung

Wie und mit was arbeite Ich?

Ich benutze vorwiegend meine Erfahrungen, Internetrecherche, Google Earth, Lonely Planet, das Zugreservierungssystem der indischen Staatsbahn, Erfahrungsberichte von Anderen und Bücher

Ich bearbeite Anfragen innerhalb von 30 Tagen. Ich besitze Insiderwissen über viele Gebiete, welches man nur bekommt, wenn man dort für einige Zeit gelebt hat.

Für das Gelingen der Reise bin ich nicht verantwortlich, Flug buchen z.B muss selbst vorgenommen werden. Allerdings finde ich für Sie den garantiert billigsten Flug.

Ich gebe nur privat wichtige Tipps für eine gelungen Indienreise.

Wollen Sie die beschriebenen Leistungen in Anspruch nehmen? Schreiben sie hier ein Kommentar mit ihren Vorstellungen und Fragen sowie ihrer E-mail-Adresse oder schreiben sie mir selbst eine E-mail an: jonas.indien@gmx.de

Sie können auch gerne über E-mail meine Telefonnummer erfragen für weitere Absprachen oder Rückfragen

Eine gute Reise nach Indien wünscht Ihnen

Jonas Leipold

VORGEPLANTE REISEPACKETE:

IM ZICKZACK DURCH ZENTRALINDIEN (Taj Mahal, Tiger und Co)

Dauer: 2 Wochen

Regionen: Delhi, Madhya Pradesh, Maharashtra, Mumbai

Kosten: 800 Euro (inkl. Flug, Visum, Essen, Hotel, Busfahrten, Zug usw.) Nur grob berechnet –> +/ – 100 Euro

Luxusgrad: Budget bis Untere Mittelklasse

Beschreibung: Diese Tour ist etwas für kulturell Interessierte mit Drang zu Erlebnissen in der Natur und wenn sie meinen eine Reise nach Indien ist nichts Wert ohne einen Tiger gesehen zu haben dann ist diese Route ein Muss. Denn im Bandhavgarh Nationalpark ist die Wahrscheinlickeit fast 100 Prozent einen Tiger zu Gesicht zu bekommen. Das findet man nirgendwo sonst in Indien! Alle Orte auf der Route sind relativ nah beisammen, sodass keine zuviel Zeit kostenden Reiseverbindungen auf Sie warten.

Sehenswürdigkeiten: Taj Mahal, Viele unterschiedliche Höhlen an verschiedenen Orten, Ruinenstadt Mandu, Tigerbesichtigung im Nationalpark, Tempel, Konkanküste mit traumhaften Stränden, Die vielfältigen Metropolen Mumbai und Delhi

Die Route:

Im Zickzack durch Zentralindien stepmap.de: Jetzt eigene Landkarte erstellen
StepMap Im Zickzack durch Zentralindien

 

 

INTENSIVES SÜDINDIEN (Dschungel, Strand und Tempel)

Dauer: 3 Wochen

Regionen: Mumbai, Goa, Karnataka, Tamil Nadu, Kerala

Kosten: ca. 1000 Euro +/- 100 inkl. Flug, Visum, Essen, Unterkunft usw.

Luxusgrad: Budget bis Mittelklasse

Beschreibung: Erkunden sie Südindien mit all seinen Facetten. Ob Abenteuer im Dschungel, Sonnenuntergang an Indien schönsten Stränden, Besichtigung von riesengroßen drawidischen Tempeln, einheimischen Tee trinken in den kühleren Bergen oder eine Hausboottour durch Keralas Backwatersystem. Sie kommen garantiert irgendwo auf ihre Kosten! Die meisten Orte liegen nah bei einander. Ansonsten wird gemütlich per Zug gereist.

Sehenswürdigkeiten:

Variante 1:

Die Ruinen von Hampi, die modernste Stadt Indiens: Bangalore, Die königlichen Basare und der Palast von Mysore, die beiden Hillstation im bergigen Dschungel: Ooty und Kodaikanal, Hoffen einen Tiger zu sehen im Bandipur Nationalpark, Die Tempelstadt Madurai, von Kumily aus Wanderungen oder Bootstouren in den Dschungel beginnen, eine Hausboottour von Allepey aus in die Backwaters und danach leckeren Fisch essen in Kochi, Am Strand in Goa alles Revue passieren lassen

Variante 2:

Die Ruinen von Hampi, die modernste Stadt Indiens: Bangalore, den größten Nataraja-Tempel Indiens in Chidambaram besichtigen, das Cauvery-Delta erkunden, einen Hauch von Frankreich und Ostküste in Puducherry genießen, Den heiligen Berg von Tiruvannamalai sowie die beiden Schwesterberge in Gingee besteigen und sich freuen, dass hier selten westliche Touristen sind. Die Tempelstadt Madurai, von Kumily aus Wanderungen oder Bootstouren in den Dschungel beginnen, eine Hausboottour von Allepey aus in die Backwaters und danach leckeren Fisch essen in Kochi, Am Strand in Goa alles Revue passieren lassen

Die Route:

3 Wochen Südindien
stepmap.de: Jetzt eigene Landkarte erstellen

StepMap 3 Wochen Südindien
 
Leave a comment

Geschrieben von - 26. Mai 2011 in Indien 2009/2010, Indien 2012

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

Ostertour Halle – Potsdam

Km: 301

Fahrzeit: ca. 22h mit Pausen

Übernachtungen: 2 (Camping Bernburg, Camping Bergwitzsee)

Etappen: 3 (58 km, 115 km, 128 km)

Radwege: Saaleradweg, Elberadweg, R1 (Euro-Route)

Schäden: am Sitzfleisch, an der rechten Hand (Taubheit nach Überbelastung)

Red Bull: 1,3 L

Verschluckte Fliegen:  2 Kleine, 1 Große

Sinnlos gefahrene Kilometer: 27

Karte:

 
2 Comments

Geschrieben von - 27. April 2011 in Spanien 2011

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Halle – Jena und Naumburg – Halle

Die Hinfahrt

Am 15.4 habe ich das erste Mal die 100 km – Marke geknackt. Es ist zwar nur eine Zahl aber auch eine psychologisch wichtige Grenze die Selbstvertrauen für weitere Touren und vor allem für Spanien gibt. Trotzdem ist das nur eine kleine Hürde die ich da überwunden habe. Die nächste Herausforderung, die ich mir zu Ostern stellen werde, ist wesentlich wichtiger und aussagekräftiger: Schaffe ich es auch mehrere tage hintereinander mehr als 100 km zu fahren? Aber erst mal ein paar Infos zu der Tour nach Jena bzw. zurück nach Halle ; )

Ich habe gestern die gesamte Strecke bei Google Earth gemessen und kam auf ca. 115 km. Da ich natürlich nicht sehr genau messen kann werden es wahrscheinlich 117/118 km sein. Ich habe genau 10 Stunden gebraucht, davon waren ca. 8 1/2 Stunden reine Fahrzeit. Meine durchschnittliche Geschwindigkeit betrug damit 14 km/h. Das ist ganz ok, aber noch steigerungsfähig. Allerdings um einiges besser als das letzte Mal wo ich starken Gegenwind hatte und zuvor nichts gegessen hatte (was trotz Zeitmangels sehr fahrlässig war). Diesmal hatte ich 4 Powerriegel, Erdnüsse und 2 L Wasser mitgenommen. Dazu brauchte ich keinen Rucksack da ich nun Packtaschen besitze. Zudem hatten meine Reifen ca. 6 Bar sodass die Voraussetzungen sehr gut waren. Allerdings war das meine erste Tour im neuen Jahr, sodass mehr als 14 km/h nicht drin waren. 16 bis 18 km/h im Durchschnitt wären besser (ohne Einfluss durch Wind).

Die fahrt gestaltete sich zunächst ganz easy, wobei ich jedoch aus versehen eine Zeit lang den Elsterradweg verfolgte und erst mal wieder zurückfinden musste. Eine Frau in einem Mercedes und ein betrunkener Russe mit 2 Hunden half mir weiter. Irgendwann kam ich dann auf eine Baustelle, wo eine ICE-Trasse gebaut wurde. Dort fragte ich ein Bauarbeiter, der mir empfahl, wenn die Trasse fertig ist, mal mit dem ICE drüber zu fahren^^. Der Bauarbeiter lotste mich auf den richtigen Weg der ganz in der Nähe war. Schließlich wusste ich wieder wo ich bin da ich ja schon einmal den Weg verfolgte.

Kurios wurde es allerdings in einem Dorf hinter Merseburg. Ich sah dort zum erneuten mal das selbe Postauto mit der selben blonden etwas dickeren Frau am selben Haus Post verteilen, wie schon einmal im Herbst. Auch an Bahntrassen traf ich die selben Züge am selben Ort wie zuvor. Ich schaute dann mal auf die Uhr und erkannte das ich genau zur selben Zeit auf die Minute die Strecke entlang fuhr wie im Herbst. Unterwegs begegnete ich noch einem Reh was sehr schnell über eine Wiese raste. Ansonsten gab es nur noch eine Kuriosität. Ich begegnete einem Mann auf einem Rad der mir sehr schnell entgegen kam und der mir sehr bekannt vorkam. Denn ich hatte ihn eine Stunde  zuvor schon einmal gesehen, da fuhr er auch sehr schnell, und das kuriose ist, er kam mir auch hier entgegen! Ich rätsel bis jetzt wie er das gemacht hat. Er muss verdammt schnell einen Rundkurs in der Umgebung gemacht haben. Als ich ihn zum zweiten mal traf lachte er mich an mit einer Mine die erkenne ließ, dass er wusste wie erstaunt ich gewesen sein musste.

Meine Kondition kann man ganz gut in einer Kurve beschreiben. Der Graph fängt ganz weit oben an und bleibt für ca. 1 Stunde konstant, dann sinkt er rapide ab und bliebt für weitere 3 Stunden da unten liegen bis er schließlich langsam linear ansteigt um am Ende der Reise bei den letzten 5 km exponentiell anzusteigen. Schließlich hatte ich am Ende wieder fast 3/4 der Kondition die ich am Anfang hatte. Ich muss wohl so bei Kilometer 60 eine Art Grenze überschritten haben an der sich mein Körper an die harte Tour gewöhnt haben muss, wahrscheinlich wirkten auch dort die Powerriegel und Erdnüsse endlich am besten.

Auf dem Weg begegnete ich eigentlich nur 2 richtigen Hindernissen. Das eine war 120 m höher und musste überwunden werden (Rudelsburg). Und das zweite war ein überschwemmter Teilabschnitt des Saale-Rad-Wanderweges vor Leißling (5km vor Naumburg). Man musste dort auf einen schwierigen Waldweg am Berghang ausweichen. Dort traf ich einen Mann der sich darüber fürchterlich aufregte, anstatt einfach zu akzeptieren das die Natur macht was sie will.

Hier die Route mit Höhenprofil:

Die Rückfahrt

Am Sonntag, also 2 Tage später fuhr ich mit dem Zug nach Naumburg um dann von dort aus zurück nach Halle zu fahren. Diese knapp 70 km schaffte ich diesmal in 4 Stunden 20 min. Das heißt ich hatte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 16 km/h, also ganze 2 km/h schneller. Das klingt nicht viel, ist es aber. Ich fühlte mich sehr gut, meine Kondition hatte sich jetzt schon verbessert und ich spürte nur die letzten 10 km einen leichten Abfall und schließlich die letzten 2 km einen starken Abfall meiner Kondition. Ich hatte riesen Hunger und haute mir dann erst mal eine Pizza neben an bei Yilgrim Döner rein. Ich traf nur eine Kuriosität. Als der Radweg über eine Eisenbahnbrücke ging sah ich unten in der Saale einen gelben Sessel schwimmen.

Fazit

Wenn ich jetzt auf die Tour zurückblicke hat sie sich sehr gelohnt. Das Wetter spielte mit, ich habe meine Kondition um einiges verbessert, bin zum ersten Mal über 100 km gefahren und an einem Wochenende sogar fast 190 km. Aber nicht nur das fahren an sich hat mir Spaß gemacht, auch das Treffen und reden mit vielen weiteren “Radreisenden” sowie die Landschaft und die Stille im Wald oder der Ausblick auf die unendliche Weite, wenn man entlang von Feldern fährt (auch wenn ich oft viele Strommasten und Schornsteine sehen musste, besonders in Leuna^^)

Unterwegs im Zug nach Naumburg habe ich sogar eine 24 jährige kennengelernt, die Auroville kannte und auf ähnliche Weise denkt wie ich. Sie war 3 Monate in Costa Rica und in Spanien bei einer Baumschule. Sie hat Forstwirtschaft studiert in Eberswalde, das was ich auch einst machen wollte. Ich erzählte ihr von Indien und meinem Sommerziel Spanien. Sie war ganz hin und weg. Wir tauschten E-mail Adressen aus und ich bat sie mir bescheid zu sagen falls einer ihrer Freunde vllt Lust hat mit mir nach Spanien zu kommen.

Reisen öffnen einem nicht nur das Herz und reinigen mit Hilfe der Natur die Seele sondern auf einer Reise gibt es ein Kommen und Gehen von vielen Menschen mit unterschiedlichsten Ansichten und Gefühlen, die einem selbst zum nachdenken anregen. Die Erinnerung an diese Menschen bleibt, sie sind wie in einem Traum, in der es keinen Egoismus, keine Selbstdarstellung und keine Hass gibt. Diese Begegnungen sind wie Sternschnuppen, man weiß sie werden wieder sehr schnell verschwinden und doch geben sie einem das Gefühl von Glück, immer wieder. Wer das versteht spürt in sich auch ein Reisefernweh, die Sucht nach Sport und der Entdeckerdrang tun ihr übriges um einen normalen Menschen zu einen immerwährenden Freund der Reise zu machen.

 
Leave a comment

Geschrieben von - 18. April 2011 in Spanien 2011

 

Schlagwörter: , , , , ,

Santiago de Compostela

Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Planung und der Unsicherheit, die mich begleitet hat, als ich versucht habe Wege zu finden die von Malaga nach Frankreich führen könnten, habe ich ein paar Änderungen in der Planung vorgenommen.

Nach jetzigem Stand wird mein Ziel Santiago de Compostela sein, das Endziel der Pilger auf dem Jakobsweg. Eigentlich ist diese Route für Wanderer gemacht. Jedoch soll es einen Weg für Radreisende geben. Darüber gibt es sogar Bücher.  Hinzu kommt, dass ich nicht von Spanien aus starten werde sondern von Deutschland aus. Warum? Einmal wird es terminlich nicht anders gehen, wegen meinen Prüfungen und wegen Andrei, der nun doch erst später Zeit hat. Ich werde aber dennoch versuchen ihn in Malaga zu besuchen.  Außerdem ist es sicherer. Erstens weil, wenn mir was passiert, hinsichtlich der Technik oder Sonstigem, es mir wahrscheinlich noch in Deutschland passieren wird. Die ersten par hundert Kilometer sind denk ich die entscheidenden Kilometer, auch hinsichtlich meiner Leistungsstärke, kann ja gut sein das weswegen auch immer ich nicht mehr in der Lage bin weiterzufahren. Dann kann man sich ja immer noch in einen Zug setzen und zurück fahren ; ) Der Stress der vergleichbarer Weise dann in Spanien entstehen würde wäre um einiges höher.

Radwege in Spanien zu finden ist sowieso eine Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen! Ein extra für Fahrräder optimiertes Handnavigationsgerät ist mir zu teuer. Eben die einzig professionellen Radwege sind die, welche zum Jakobsweg gehören. Ich habe mal gelesen das Spanier das Fahrradfahren nur als Kurzzeitsport betreiben um sich fit zuhalten, nicht zum reisen, das ist schade. Und die ganzen 1000 km nur auf Straßen fahren birgt auch eine Gefahr in sich. Sicherlich, in Spanien ist nicht viel Verkehr. Wenn man jedoch über 2 Wochen durch Spanien nur auf Straßen fährt ist die Wahrscheinlichkeit sicher höher das was passiert. Zudem macht es auch kein Spaß auf den Verkehr dauernd achten zu müssen.  Hier ist mal als Beispiel eine Karte mit zwei möglichen Radrouten neben dem Jakobsweg. Eine der beiden könnte auch meine Route werden:

 Radwege entlang des Jakobsweges nach Santiago de C.

Eine weitere Herausforderung ergibt sich aus der Entfernung zwischen dem Endziels meiner Radreise Santiago de Compostela und Malaga. Der Pilgerort befindet sich weit im Nordwesten Spaniens, Malaga liegt jedoch am Mittelmeer im Süden.  Mein Plan ist es also mit dem Zug entweder durch Portugal (Die haben ein gut ausgebautes und vor allem schnelles und übersichtliches Schienennetz) oder durch Spanien zu fahren, obwohl ich da nicht weiß wie die Zugverbindung ist. Diese Frage lass ich noch offen, welches Zugsystem ich benutze.

In Malaga wird sich dann ausgeruht und ein bisschen Party mit Andrei gemacht ; ) Falls Andrei doch keine Zeit hat und woanders ist werde ich wahrscheinlich von Madrid aus zurückfliegen. Das spontan entscheiden zu müssen wäre aber ein Nachteil.

Nun noch was zu der Route. Die passenden Radwege zu finden wird lange dauern. Ich benutze hierzu Infos über den Jakobsweg, Google Earth und Infos über die Befahrbarkeit von europäischen Radwanderwegen in Frankreich. Aber ich denke Radwege in Frankreich zu finden wird nicht so schwierig sein wie in Spanien. Ich werde versuchen einen Kompromiss zwischen effizienter Radwegplanung und Anschauen von Sehenswürdigkeiten abseits der Strecke oder auf einer Strecke zu finden. Es kann gut sein das Ich sogar Teile der Schweiz durchfahren werde. Die genaue Route wird dann denk ich im Mai feststehen.

Was ist mit dem Reisepartner? Ich habe jetzt beschlossen, dass wenn ich keinen Reisepartner finde ich trotzdem die Tour durchziehen werde da ich mich nur auf Radwegen fortbewege auf denen vor allem auf dem Jakobsweg noch andere Personen fahren.  Ich werde einen Helm aufsetzen und natürlich vorsichtig fahren (sowieso wird meine Reisegeschwindigkeit nie wirklich über 30 liegen). Trotzdem suche ich noch jemanden. Bisher habe ich das meist nur passiv mit dem vorherigen Artikel getan, nach meinen Prüfungen werde ich das auch aktiv betreiben. Es gibt da viele verschiedene Portale.

Über mein Training werde ich demnächst auch noch schreiben, allerdings ist es jetzt noch zu früh dafür. Angefangen habe ich schon seit nun fast 2 Wochen. Eine größere Radtour stand noch nicht an und wird dann im April passieren. (Berlin oder Jena als Ziel)

 
2 Comments

Geschrieben von - 5. März 2011 in Spanien 2011

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

 
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.