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Archiv der Kategorie: Spanien 2011

Tagebuch zur Radreise

Damit jeder Interessierte unsere Radreise durch Tagebucheinträge und Bilder verfolgen kann, habe ich extra einen Radreiseblog erstellt. Auf der horizontalen oberen Menüleiste einfach auf Spanien-Radreise-Blog klicken und schon ist man bei den Tagebucheinträgen. Alle anderen Artikel (allgemeinen) werden hier gepostet, um den Verlauf der Tagebucheinträge nicht zu stören. Außerdem bietet der Nebenblog noch viele ergänzende detailiertere Infos über die Reise.

So, nun ist es soweit. Die letzten Vorkehrungen werden getroffen und die letzten Dinge gekauft. Dann wird sich zeigen was mit kann und was nicht. Ich hoffe ich finde einen Kompromiss aus “Alles notwendige mitnehmen” und “nicht zu viel mitnehmen.” Alles notwendige würde gar nicht alles in die Packtaschen hineinpassen. Aber wir sind ja Männer und solange das Fehlen einer Sache der Tour keinen Abbruch tut, werden wir das schon durchstehen. Schließlich sind Spanien und Frankreich ja nicht völlig in  der Wüste gelegen ; )

Die zwei Touren letzte Woche (Harz- und Erzgebirgstour) dienten vielerlei Dingen. Die Harztour machte mir klar das ich den richtigen Sattel gekauft hatte. Die Erzgebirgstour hingegen, dass ich eben KEINE wasserdichten Regensachen an hatte. Ich wurde dazu gezwungen als es das ganze Wochenende über Dauerregen gab. Am schlimmsten waren die 20 km von Nossen nach Freiberg. Marcus musste sich halb  tot lachen als ich später merkte, dass es ja auch gleich von Freiberg aus eine gute Verbindung nach Halle gibt. Naja so wurden meine Regensachen auf Herz und Nieren geprüft und nun werde ich das Monsuncape von Indien mitnehmen. Außerdem lernte ich auf der Tour Stephan kennen. Er startet von Jena aus mit mir Richtung Portugal. Dort will er dann kurz bleiben. Da kam ihm der Jakobsweg als Route dorthin ziemlich recht. Stephan kommt wahrscheinlich am Samstag von Stralsund aus in Jena an. Sonntag geht es dann los. Ich schätze es werden insgesamt über 3000 km werden, zumal wir wenn Zeit ist gerne noch ganz bis zum Ende fahren wollen, also nicht nur bis Santiago sondern bis zum Atlantischen Ozean (Westküste Spaniens). Bei der leicht verregneten Tour im Erzgebirge, die Marcus geplant hatte, merkte ich wie dringend ich Klickpedale brauche (Lass ich mir gerade einbauen) und aber auch, dass noch viel Spielraum ist zwischen einen Berg “hoch fahren” und einen Berg hochfahren! Heißt also, dass meine Kondition bei weitem noch nicht ausreicht für große Berge. Allerdings wird sich das bei richtigem “Angehen” der Tour ändern. Schließlich stellt sich der Körper voll und ganz nach einiger Zeit auf Leistung in den Beinen um und baut dort Muskel auf wenn man jeden Tag sie strapaziert. Aufpassen muss man eben nur, dass man sie nicht am Anfang überlastet, denn das kann zu genau den gegenteiligen Effekten (z.B Erschöpfung) kommen.

Ich werde nun ab 7.August Tagebucheinträge in ein kleines Büchlein schreiben, welches ich mit mir führe. Alle drei bis vier Tage dann oder je nach Gelegenheit werde ich diese Einträge dann auf dem Radreiseblog veröffentlichen und Fotos auf eine zweite Picasaweb-Seite hochladen, deren Link sich auf dem Radreiseblog ebenfalls befindet. Ich habe jetzt im Vorfeld schon nach geeigneten Internetcafes in Deutschland gesucht. Die nächsten zwei Tage werde ich dann noch welche mit Google Earth in Frankreich und Spanien suchen.

Im diesem Sinne heißt es nun für mich:

PS: Wünscht mir schönes Wetter!!!

 
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Geschrieben von - 3. August 2011 in Spanien 2011

 

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Radtour in den Harz (Halle – Berga)

Von Saale zu Harz, eindeutig erkennbar


Am 26.07.2011 ging es kurz vor der großen Tour nach Spanien nochmal alleine auf große Tagestour. Es sollte ein Testlauf bzw. Bewährungsprobe für den Fahrradsattel werden. Gleich vorne weg. Die 70 Euro haben sich gelohnt. Impotenz oder starke Sitzschmerzen können jetzt nicht während der großen Fahrradreise aufdrehten. Auch nach den fast 130 km, die ich auf der Tour zurückgelegt habe, hatte ich keine Beschwerden.

Die Tour verlief insgesamt gut, jedoch hatte ich mich drei mal stark verfahren und bin etliche Kilometer umsonst gefahren. Aber ganz umsonst war es ja auch nicht, denn die Landschaft wurde von Kilometer zu Kilometer schöner. Daraus lässt sich folgende Theorie ableiten. Umso mehr man von Halle wegfährt umso schöner wird es ; )

Zunächst folgte ich von Halle aus den Saale-Harz-Radweg. Dieser ist charakterisiert durch viele Weizenfelder,immer wieder kleine Dörfer, und vor allem kleine Täler mit kleinen Weinbergen links oder rechts am Hang:

Dann schließlich änderte sich die Landschaft etwas. Es wurde bergiger und es traten nun öfters Seen an die Stelle von Ackerland. Den größten von allen, den süßen See, verpasste ich jedoch weil ich mich verfahren hatte. Ulkiger weise verlief der Umweg über den Radweg “Rund um den süßen + salzigen See” (siehe Foto ganz oben, Artikelanfang). Interessant sind auch die riesen großen Halden die im Hintergrund der Landschaft wie surreale Objekte in den Himmel ragen. Ab Mansfeld (drittes Fotos) wurde es noch bergiger, der Harz war nur noch wenige hundert Meter entfernt:

Schließlich passierte ich endlich den Eingang vom Harz nach über 75 km. Als Beweis wie fertig ich war mal zwei Fotos von mir :D Ein paar Kilometer weiter endete schließlich der Saale-Harz-Radweg auf dem Harzradweg. Dieser ist gekennzeichnet durch eine mit dem Fahrrad fahrende Hexe. Zu meiner Entäuschung konnte ich leider auf der gesamten Strecke keine fahrende Hexe entdecken. Das ist der Beweis dafür, das Hexen zaubern können und es sie damit tatsächlich gibt. Wer weis wieviel unsichtbare Hexen an mir vorbeigeradelt sind :D (siehe Bild ganz oben)

So. Insgesamt waren das also zwischen 125 und 130 km, hatte mein Fahrradcomputer vergessen, allerdings die Strecke wie man oben sieht per Google Earth nachgemessen um die Route darstellen zu können. Die ganzen Tour mit ca. 1 1/2 Stunden Pause dauerte gute 10 Stunden. Damit komm ich auf eine ungefähre Durschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h. (Pausen rausgerechnet) An und für sich könnte so ähnlich eine Etappe in Spanien sein. Denn es schien die ganze Zeit außer Abends die Sonne, keine Wolken bis dahin. Es war teilweise sehr hügelig und kaum Bäume anfangs. Allerdings werden die Touren in Spanien nicht so lang und hier hatte ich aber kein Gepäck dabei. Im Prinzip ist es also nicht vergleichbar, auch weil ich mich whärend der Tour nach Spanien ja noch verbessern werde. Lustiger weise bin ich sogar unterwegs in den Harz den Jakobsweg ein Stück entlanggefahren (Siehe Bild Oben, Artikelanfang)

 
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Geschrieben von - 27. Juli 2011 in Spanien 2011

 

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Radreiseroute Deutschland – Spanien

Nachdem ich nun für Indien schon kräftig geplant und Flüge gebucht habe steht nun auch die Route nach Spanien fest. Sie besteht aus fünf Etappen und wird durch vier Länder gehen. Von Halle nach Genf werde ich nur mit Stephan aus Stralsund fahren. Ab Genf dann kommt Marcus mit, dann sind wir zu dritt. Ab da haben wir noch genau einen Monat um die “restlichen” 1900 km (grob geschätzt) abzufahren. Dabei werden wir zwischen 50 und 80 km am Tag zurücklegen. Und vielleicht auch mal ein Tag Pause einlegen zwischendurch ; )

Hier nun die Eckdaten der Monstertour:

Etappen

  1. Radwege durch Deutschland (Halle – Konstanz) in knapp 2 Wochen Reisezeit
  2. Mittellandroute durch die Schweiz (Lindau am Bodensee – Genf in ca. 7 Tagen Reisezeit)
  3. Via Gebennensis durch Frankreich (Teil I.) (Genf – Le Puy in ca. 6 Tagen Reisezeit)
  4. Via Podensis durch Frankreich (Teil II.) (Le Puy – St. Jean Pied de Port in ca. 10 Tagen
  5. Camino Frances durch Spanien (St. Jean Pied de Port – Santiago de Compostela in ca. 14Tagen

Gesamtkilometer:  mindestens 3000

Reisezeit:  Anfang August – Ende September (22.9.2011 Rückflug nach Frankfurt Hahn Flughafen mit Ryan Air)

Kosten:  500 – 700?

Übernachtung:  Zeltplätze, Wildzelten, weiteres?

Hier ist die Gesamtroute:

Die Route durch Deutschland (Etappe 1):

Die Route durch die Schweiz (Etappe 2):

Die Route durch Frankreich (Etappe 3 und 4):

Die Route durch Spanien (Etappe 5):

Ich melde mich nochmal mit einem Artikel kurz vor Beginn der Reise.

Bis Bald meine lieben Leser!

Jonas

 
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Geschrieben von - 2. Juli 2011 in Spanien 2011

 

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Radtour in den Thüringer Wald

Jedes Jahr findet in der Nähe von Cursdorf im Thüringer Wald ein großes Treffen über mehrere Tage zwischen vielen Bekannten und Verwandten statt. Letztes Jahr konnte ich nicht dabei sein da ich zu dieser Zeit in Indien war. So hatte ich mich ganz besonders auf das Treffen gefreut, und auch diesmal sollte es mit dem Rad nach Cursdorf gehen. Allerdings nicht von Jena aus, sondern von Halle aus mit Zwischenstop in Jena.

Am Mittwoch, dem 01.06.2011, unternahm ich den Versuch wieder einmal von Halle nach Jena zu fahren. Da ich allerdings den Wecker überhörte, fuhr ich nur die 65 km bis Naumburg und stieg in den Zug nach Jena, da ich abends noch ein paar Freunde erwartete. Ich verpasste den Zug, der alle 2 Stunden fährt, um 2 Minuten. Und das, obwohl ich schon mit höchstmöglichem Einsatz Richtung Naumburg fuhr. 17,6 km/h im Durchschnitt bedeutete hier noch einmal eine Leistungssteigerung zu den vorherigen Touren Halle -  Naumburg oder Naumburg – Halle. Allerdings war ich am nächsten Tag dann etwas geschwächter.

Am Männertag, dem 02.06.2011 sollte es dann 85 km nach Cursdorf gehen. Diesmal nicht alleine. Marcus, auch ein Radverrückter aus Sachsen, kam mit. Wir beide wollen zusammen nach Spanien fahren und die Tour in den Thüringer Wald war eine optimale Gelegenheit sich auch mal in echt kennen zu lernen. Das Wetter passte hervorragend, nur die Betrunkenen oder angeheiterten Männertagsveteranen stellten manchmal eine nicht zu berechnende Gefahr da. Ihre Trudelbahnen und Rumschupsereien waren nicht vorherzusehen. Allerdings hatte ich es mir schlimmer vorgestellt und alles im allem hatten wir gar keine Probleme.

Probleme jedoch hatte ich wieder mit meinem rechten Knie. Die letzten 20 km nahm der Schmerz immer mehr zu und Berge konnten so gut wie gar nicht mehr in Angriff genommen werden. Die größte Herausforderung, der Aufstieg nach Lichtenhain hoch in die Höhen des Thüringer Waldes auf ca. 650m konnte ich nur durch Schieben und mehrmalige Pausen “meistern”. Marcus hingegen hatte gar keine Probleme. Zwar hatte ich reichlich gefüllte Packtaschen am Rad aber die Hauptursache ist das Knie. Ich glaube ich fahre mit zu geringer Trittfrequenz und steige zu oft aus dem Sattel.

Auf der Rückfahrt nach Halle am Sonntag, dem 05.06.2011, hatte ich dann gar keine Probleme mit dem Knie, weil ich genau diese Sache berücksichtigt habe. Auch so war ich wieder gut drauf und fuhr 111 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20,36 km/h. Allerdings ging es auch die ersten 42 km bis zum Bahnhof Rudolstadt – Schwarze fast nur Berg ab. Und dann hatte ich über zwei Stunden Pause im Zug, bevor es dann wieder von Naumburg aus in der relativ großen Hitze nach Halle ging.

Insgesamt gesehen war das verlängerte Wochenende ein tolles Erlebnis. Das Wetter zum Radfahren war optimal, Die Landschaft, besonders im Thüringer Wald, sehr sehr schön und ich kenne nun einen weiteren Menschen, der genauso verrückte Idee in Bezug auf das Radfahren hat wie ich. Sonst stand ich ja immer alleine da wenn es mal darum ging mehr als nur 30 km zu fahren. Nach den 300 km nach Berlin waren diese 260 km in den fünf Tagen wieder eine schöne Übung für Spanien. Allerdings muss ich noch etwas an meinem Fahrstil rumbasteln.

Hier noch die Streckeninfo Jena – Cursdorf:

Auf dem Saaleradwanderweg nach Rudolstadt – Bad Blankenburg – Schwarzatalweg nach Unterweißbach über Schwarzburg und Sitzendorf – bergauf nach Lichtenhain – Oberweißbach – Cursdorf

Rückfahrt über Katzhütte – Meuselbach Schwarzmühle – Mellenbach Glasbach auf der Straße und wieder Richtung Rudolstadt selbe Route auf dem Schwarzatalweg

 
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Geschrieben von - 6. Juni 2011 in Spanien 2011

 

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Ostertour Halle – Potsdam

Km: 301

Fahrzeit: ca. 22h mit Pausen

Übernachtungen: 2 (Camping Bernburg, Camping Bergwitzsee)

Etappen: 3 (58 km, 115 km, 128 km)

Radwege: Saaleradweg, Elberadweg, R1 (Euro-Route)

Schäden: am Sitzfleisch, an der rechten Hand (Taubheit nach Überbelastung)

Red Bull: 1,3 L

Verschluckte Fliegen:  2 Kleine, 1 Große

Sinnlos gefahrene Kilometer: 27

Karte:

 
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Geschrieben von - 27. April 2011 in Spanien 2011

 

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Halle – Jena und Naumburg – Halle

Die Hinfahrt

Am 15.4 habe ich das erste Mal die 100 km – Marke geknackt. Es ist zwar nur eine Zahl aber auch eine psychologisch wichtige Grenze die Selbstvertrauen für weitere Touren und vor allem für Spanien gibt. Trotzdem ist das nur eine kleine Hürde die ich da überwunden habe. Die nächste Herausforderung, die ich mir zu Ostern stellen werde, ist wesentlich wichtiger und aussagekräftiger: Schaffe ich es auch mehrere tage hintereinander mehr als 100 km zu fahren? Aber erst mal ein paar Infos zu der Tour nach Jena bzw. zurück nach Halle ; )

Ich habe gestern die gesamte Strecke bei Google Earth gemessen und kam auf ca. 115 km. Da ich natürlich nicht sehr genau messen kann werden es wahrscheinlich 117/118 km sein. Ich habe genau 10 Stunden gebraucht, davon waren ca. 8 1/2 Stunden reine Fahrzeit. Meine durchschnittliche Geschwindigkeit betrug damit 14 km/h. Das ist ganz ok, aber noch steigerungsfähig. Allerdings um einiges besser als das letzte Mal wo ich starken Gegenwind hatte und zuvor nichts gegessen hatte (was trotz Zeitmangels sehr fahrlässig war). Diesmal hatte ich 4 Powerriegel, Erdnüsse und 2 L Wasser mitgenommen. Dazu brauchte ich keinen Rucksack da ich nun Packtaschen besitze. Zudem hatten meine Reifen ca. 6 Bar sodass die Voraussetzungen sehr gut waren. Allerdings war das meine erste Tour im neuen Jahr, sodass mehr als 14 km/h nicht drin waren. 16 bis 18 km/h im Durchschnitt wären besser (ohne Einfluss durch Wind).

Die fahrt gestaltete sich zunächst ganz easy, wobei ich jedoch aus versehen eine Zeit lang den Elsterradweg verfolgte und erst mal wieder zurückfinden musste. Eine Frau in einem Mercedes und ein betrunkener Russe mit 2 Hunden half mir weiter. Irgendwann kam ich dann auf eine Baustelle, wo eine ICE-Trasse gebaut wurde. Dort fragte ich ein Bauarbeiter, der mir empfahl, wenn die Trasse fertig ist, mal mit dem ICE drüber zu fahren^^. Der Bauarbeiter lotste mich auf den richtigen Weg der ganz in der Nähe war. Schließlich wusste ich wieder wo ich bin da ich ja schon einmal den Weg verfolgte.

Kurios wurde es allerdings in einem Dorf hinter Merseburg. Ich sah dort zum erneuten mal das selbe Postauto mit der selben blonden etwas dickeren Frau am selben Haus Post verteilen, wie schon einmal im Herbst. Auch an Bahntrassen traf ich die selben Züge am selben Ort wie zuvor. Ich schaute dann mal auf die Uhr und erkannte das ich genau zur selben Zeit auf die Minute die Strecke entlang fuhr wie im Herbst. Unterwegs begegnete ich noch einem Reh was sehr schnell über eine Wiese raste. Ansonsten gab es nur noch eine Kuriosität. Ich begegnete einem Mann auf einem Rad der mir sehr schnell entgegen kam und der mir sehr bekannt vorkam. Denn ich hatte ihn eine Stunde  zuvor schon einmal gesehen, da fuhr er auch sehr schnell, und das kuriose ist, er kam mir auch hier entgegen! Ich rätsel bis jetzt wie er das gemacht hat. Er muss verdammt schnell einen Rundkurs in der Umgebung gemacht haben. Als ich ihn zum zweiten mal traf lachte er mich an mit einer Mine die erkenne ließ, dass er wusste wie erstaunt ich gewesen sein musste.

Meine Kondition kann man ganz gut in einer Kurve beschreiben. Der Graph fängt ganz weit oben an und bleibt für ca. 1 Stunde konstant, dann sinkt er rapide ab und bliebt für weitere 3 Stunden da unten liegen bis er schließlich langsam linear ansteigt um am Ende der Reise bei den letzten 5 km exponentiell anzusteigen. Schließlich hatte ich am Ende wieder fast 3/4 der Kondition die ich am Anfang hatte. Ich muss wohl so bei Kilometer 60 eine Art Grenze überschritten haben an der sich mein Körper an die harte Tour gewöhnt haben muss, wahrscheinlich wirkten auch dort die Powerriegel und Erdnüsse endlich am besten.

Auf dem Weg begegnete ich eigentlich nur 2 richtigen Hindernissen. Das eine war 120 m höher und musste überwunden werden (Rudelsburg). Und das zweite war ein überschwemmter Teilabschnitt des Saale-Rad-Wanderweges vor Leißling (5km vor Naumburg). Man musste dort auf einen schwierigen Waldweg am Berghang ausweichen. Dort traf ich einen Mann der sich darüber fürchterlich aufregte, anstatt einfach zu akzeptieren das die Natur macht was sie will.

Hier die Route mit Höhenprofil:

Die Rückfahrt

Am Sonntag, also 2 Tage später fuhr ich mit dem Zug nach Naumburg um dann von dort aus zurück nach Halle zu fahren. Diese knapp 70 km schaffte ich diesmal in 4 Stunden 20 min. Das heißt ich hatte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 16 km/h, also ganze 2 km/h schneller. Das klingt nicht viel, ist es aber. Ich fühlte mich sehr gut, meine Kondition hatte sich jetzt schon verbessert und ich spürte nur die letzten 10 km einen leichten Abfall und schließlich die letzten 2 km einen starken Abfall meiner Kondition. Ich hatte riesen Hunger und haute mir dann erst mal eine Pizza neben an bei Yilgrim Döner rein. Ich traf nur eine Kuriosität. Als der Radweg über eine Eisenbahnbrücke ging sah ich unten in der Saale einen gelben Sessel schwimmen.

Fazit

Wenn ich jetzt auf die Tour zurückblicke hat sie sich sehr gelohnt. Das Wetter spielte mit, ich habe meine Kondition um einiges verbessert, bin zum ersten Mal über 100 km gefahren und an einem Wochenende sogar fast 190 km. Aber nicht nur das fahren an sich hat mir Spaß gemacht, auch das Treffen und reden mit vielen weiteren “Radreisenden” sowie die Landschaft und die Stille im Wald oder der Ausblick auf die unendliche Weite, wenn man entlang von Feldern fährt (auch wenn ich oft viele Strommasten und Schornsteine sehen musste, besonders in Leuna^^)

Unterwegs im Zug nach Naumburg habe ich sogar eine 24 jährige kennengelernt, die Auroville kannte und auf ähnliche Weise denkt wie ich. Sie war 3 Monate in Costa Rica und in Spanien bei einer Baumschule. Sie hat Forstwirtschaft studiert in Eberswalde, das was ich auch einst machen wollte. Ich erzählte ihr von Indien und meinem Sommerziel Spanien. Sie war ganz hin und weg. Wir tauschten E-mail Adressen aus und ich bat sie mir bescheid zu sagen falls einer ihrer Freunde vllt Lust hat mit mir nach Spanien zu kommen.

Reisen öffnen einem nicht nur das Herz und reinigen mit Hilfe der Natur die Seele sondern auf einer Reise gibt es ein Kommen und Gehen von vielen Menschen mit unterschiedlichsten Ansichten und Gefühlen, die einem selbst zum nachdenken anregen. Die Erinnerung an diese Menschen bleibt, sie sind wie in einem Traum, in der es keinen Egoismus, keine Selbstdarstellung und keine Hass gibt. Diese Begegnungen sind wie Sternschnuppen, man weiß sie werden wieder sehr schnell verschwinden und doch geben sie einem das Gefühl von Glück, immer wieder. Wer das versteht spürt in sich auch ein Reisefernweh, die Sucht nach Sport und der Entdeckerdrang tun ihr übriges um einen normalen Menschen zu einen immerwährenden Freund der Reise zu machen.

 
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Geschrieben von - 18. April 2011 in Spanien 2011

 

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Santiago de Compostela

Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Planung und der Unsicherheit, die mich begleitet hat, als ich versucht habe Wege zu finden die von Malaga nach Frankreich führen könnten, habe ich ein paar Änderungen in der Planung vorgenommen.

Nach jetzigem Stand wird mein Ziel Santiago de Compostela sein, das Endziel der Pilger auf dem Jakobsweg. Eigentlich ist diese Route für Wanderer gemacht. Jedoch soll es einen Weg für Radreisende geben. Darüber gibt es sogar Bücher.  Hinzu kommt, dass ich nicht von Spanien aus starten werde sondern von Deutschland aus. Warum? Einmal wird es terminlich nicht anders gehen, wegen meinen Prüfungen und wegen Andrei, der nun doch erst später Zeit hat. Ich werde aber dennoch versuchen ihn in Malaga zu besuchen.  Außerdem ist es sicherer. Erstens weil, wenn mir was passiert, hinsichtlich der Technik oder Sonstigem, es mir wahrscheinlich noch in Deutschland passieren wird. Die ersten par hundert Kilometer sind denk ich die entscheidenden Kilometer, auch hinsichtlich meiner Leistungsstärke, kann ja gut sein das weswegen auch immer ich nicht mehr in der Lage bin weiterzufahren. Dann kann man sich ja immer noch in einen Zug setzen und zurück fahren ; ) Der Stress der vergleichbarer Weise dann in Spanien entstehen würde wäre um einiges höher.

Radwege in Spanien zu finden ist sowieso eine Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen! Ein extra für Fahrräder optimiertes Handnavigationsgerät ist mir zu teuer. Eben die einzig professionellen Radwege sind die, welche zum Jakobsweg gehören. Ich habe mal gelesen das Spanier das Fahrradfahren nur als Kurzzeitsport betreiben um sich fit zuhalten, nicht zum reisen, das ist schade. Und die ganzen 1000 km nur auf Straßen fahren birgt auch eine Gefahr in sich. Sicherlich, in Spanien ist nicht viel Verkehr. Wenn man jedoch über 2 Wochen durch Spanien nur auf Straßen fährt ist die Wahrscheinlichkeit sicher höher das was passiert. Zudem macht es auch kein Spaß auf den Verkehr dauernd achten zu müssen.  Hier ist mal als Beispiel eine Karte mit zwei möglichen Radrouten neben dem Jakobsweg. Eine der beiden könnte auch meine Route werden:

 Radwege entlang des Jakobsweges nach Santiago de C.

Eine weitere Herausforderung ergibt sich aus der Entfernung zwischen dem Endziels meiner Radreise Santiago de Compostela und Malaga. Der Pilgerort befindet sich weit im Nordwesten Spaniens, Malaga liegt jedoch am Mittelmeer im Süden.  Mein Plan ist es also mit dem Zug entweder durch Portugal (Die haben ein gut ausgebautes und vor allem schnelles und übersichtliches Schienennetz) oder durch Spanien zu fahren, obwohl ich da nicht weiß wie die Zugverbindung ist. Diese Frage lass ich noch offen, welches Zugsystem ich benutze.

In Malaga wird sich dann ausgeruht und ein bisschen Party mit Andrei gemacht ; ) Falls Andrei doch keine Zeit hat und woanders ist werde ich wahrscheinlich von Madrid aus zurückfliegen. Das spontan entscheiden zu müssen wäre aber ein Nachteil.

Nun noch was zu der Route. Die passenden Radwege zu finden wird lange dauern. Ich benutze hierzu Infos über den Jakobsweg, Google Earth und Infos über die Befahrbarkeit von europäischen Radwanderwegen in Frankreich. Aber ich denke Radwege in Frankreich zu finden wird nicht so schwierig sein wie in Spanien. Ich werde versuchen einen Kompromiss zwischen effizienter Radwegplanung und Anschauen von Sehenswürdigkeiten abseits der Strecke oder auf einer Strecke zu finden. Es kann gut sein das Ich sogar Teile der Schweiz durchfahren werde. Die genaue Route wird dann denk ich im Mai feststehen.

Was ist mit dem Reisepartner? Ich habe jetzt beschlossen, dass wenn ich keinen Reisepartner finde ich trotzdem die Tour durchziehen werde da ich mich nur auf Radwegen fortbewege auf denen vor allem auf dem Jakobsweg noch andere Personen fahren.  Ich werde einen Helm aufsetzen und natürlich vorsichtig fahren (sowieso wird meine Reisegeschwindigkeit nie wirklich über 30 liegen). Trotzdem suche ich noch jemanden. Bisher habe ich das meist nur passiv mit dem vorherigen Artikel getan, nach meinen Prüfungen werde ich das auch aktiv betreiben. Es gibt da viele verschiedene Portale.

Über mein Training werde ich demnächst auch noch schreiben, allerdings ist es jetzt noch zu früh dafür. Angefangen habe ich schon seit nun fast 2 Wochen. Eine größere Radtour stand noch nicht an und wird dann im April passieren. (Berlin oder Jena als Ziel)

 
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Geschrieben von - 5. März 2011 in Spanien 2011

 

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Ich suche Dich!

Allein zu sein macht kein Spaß, besonders nicht auf Reisen! Deswegen suche ich einen netten Menschen, sportlich, veranwortungsbewusst mit hohen Durchhaltevermögen in psychischen und physischen Bereich. Du solltest gerne von Spanien nach Deutschland in 35 Tagen mit dem Fahrrad fahren wollen. Und du solltest dies gerne vom 10.8.2011 bis ca. 15.9.2011 tun ; ) Gestartet wird in Malaga. Ziel ist zumindest die deutsche Grenze. Es werden mindestens 2500 km und ein par Berge auf uns zukommen, etwas Hitze und ein bisschen Abenteuer beim Zelten, Couchsurfing, Im-Hotel-Übernachten oder einfach das Landschaft genießen und natürlich das Fahren auf den wohl mit schönsten Radwegen und Straßen Spaniens.

Mit meinem Fahrrad im Flugzeugrumpf geht es 3 Wochen vorher schon nach Malaga um ein bisschen Spaß in der Serria Nevada und in Andalusien allgemein mit einem guten Freund, der dort studiert,  haben zu können. 2 Wochen werden wir durch Spanien düsen, Gibraltar, Sevilla und andere Städte mit dem Fahrrad durchreisen. Danach gibt es für mich eine Woche Pause und dann gehts los nach Deutschland. Für diesen großen Abschnitt brauche ich jemanden, der schon öfters größere Touren gefahren ist oder es sich ernst wagt so etwas durchzuziehen und sich selbst vertrauen kann. Du solltest ein gutes Trekkingfahrrad besitzen mit ausreichend Gepäcktaschen dran und das Leben in der Wilderness oder spontanes Irgendwo-Übernachten mögen. Du solltest nicht älter als 30 und nicht jünger als 18 sein. Das gemütliche Reisen lieben und mir nicht davonfahren. Gerne würde ich auch zu dritt nach Deutschland zurück! Aber mehr sollten es nicht sein, da umso mehr Leute mitfahren, die Gefahr höher ist, dass die Tour nicht klappt.

Ich werde nicht mehr als 80 km pro Tag fahren und alle par tage mal einen Pausetag einlegen, oder auch mal 2, je nach dem wie toll es mir wo gefällt :D . Wir werden Barcelona auf den Straßen Südspaniens erreichen, die Pyrenäen mit größt möglichster Aufwandsminimierung durchqueren und so effizient wie möglich Marseille erreichen, das Zentralmassiv wenn möglich umfahren und dann irgendwo bei Baden Würtemberg die Grenze überschreiten. Vielleicht halten wir uns an die europäischen Fernradwanderwege, aber das ist noch nicht sicher.

Gerne bin ich aber auch bereit einen Kompromiss zu schließen, da es mir wirklich sicherheitsbedingt und aufgrund potentiell plötzlich auftretender Einsamkeit wichtiger ist nicht alleine zu fahren! Fals du also unbedingt den Jacobsweg langradeln willst oder doch lieber länger brauchen möchtest oder kürzer können wir drüber reden!

Also melde dich (durch Kommentar) und wir können reden und vielleicht sogar dann ein erstes Treffen zu Planung organisieren!

euer Jonas

 
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Geschrieben von - 24. Dezember 2010 in Spanien 2011

 

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Mit Äpfeln und Gummibärchen Richtung Heimat

Mit dem im letzten Artikel beschriebenen neuen Reisefahrrad beschloss ich gleich mal eine Probefahrt durchzuführen. Da Jena über Fahrradwege nur 120 km weit entfernt liegt und ich schonmal fast 100 km weit gefahren bin dachte ich mir, warum nicht. Vielleicht ist jemand schonmal zufällig auf meinen Artikel vom 20. August 2008 gestoßen http://jonadien.blog.de/2008/08/19/die-unterschaetze-gefahr-des-radfahrens–4611271/  Denn da bin ich schoneinmal von Jena bis fast nach Halle gefahren. Kurz vor Merseburg jedoch bekam ich einen Platten und die Fahrt durch den verregneten Tag war damit zuende, wie auch die ganze geplante Radtour an die Ostsee.

Diesmal wollte ich nur zurück nach Jena und es regnete auch nicht. Doch schonwieder sollte mir etwas in meine Planung fallen. Es gab unglaublich starken Gegenwind. Aus der entspannten Trekkingtour in die Heimatstadt wurde eine fast 7 stündige qualvolle Fahrt im Kampf gegen den Wind. Schließlich musste ich nach knapp 80 km in Naumburg abbrechen, da ich ja noch etwas am Abend vor hatte. Ich hatte Glück, dass nur 20 Minuten Später ein Zug nach Jena fuhr, und das war wirklich Glück, da nur alle zwei Stunden Züge nach Jena fahren.

Aus den geplanten 7 Stunden nach Jena wurden also 7 Stunden nach Naumburg, also ganze 40 km Verlust. Das lag größtenteils am Gegenwind, aber auch ein bisschen daran, dass ich aufgrund des zeitdrucks keine Zeit mehr hatte etwas zu essen. Wasser hatte ich auch keines mit. Ich wollte nicht extra einen Rucksack mitnehmen, denn da hatte ich aus der Fahrt von 2008 gelernt. Ich konnte auch erst um zehn losfahren, da ich zuvor noch eine Übung in Wirtschaftsmathematik hatte. Nungut. ich fuhr also los und bemerkte relativ rasch den Gegenwind, der mich manchmal nur zwischen 7 und 15 km/h fahren ließ. Da ich aber unter Zeitdruck stand ging das Geschwindigkeit halten ganz schön in die Beine, sodass ich dann unter größten Hunger einen plötzlichen Kräfteverlust erlitt. Zudem merkte ich wie mein Kreislauf schwächer wurde. In Weißenfels wollte ich mir dann etwas zu Essen kaufen, doch ich hielt es einfach nicht mehr aus. Und dann sah ich vor mir ein paar Apfelbäume. Rote saftige Äpfel lagen auf dem Boden. Ich stieg ab und prüfte die Sauberkeit und schwups verputzte Ich 5 Äpfel in 2 Minuten, obwohl ich äpfel ja eigentlich gar nicht leiden kann! Aber in diesem Augenblick habe ich die Existenz dieser Apfelbäume vergöttert. Nur 2 km weiter kam ich dann an einem Unterstand für Radfahrer vorbei. Und als ich da so saß um einen möglichen Schauer abzuwarten, endeckte ich auf dem Boden eine noch geschlossene kleine Gummibärchenpackung. Ich aß sie sofort auf und suchte nach weiteren. Und tatsächlich, ich fand noch 2 weitere. Auf diese kuriose Weise schleppte ich mich unter anfangenden noch nicht zu erlärenden seitlichen Schmerzen rechts am Knie nach Weißenfels. Am Bahnhof dann kaufte ich mir Red Bull und eine Dose Erdnüsse. Diese Kombination aus ultimativen Energiespendern ermöglichte es mir, mit nach 3 km plötzlich wiedererstarkten Beinen relativ zügig nach Naumburg zu fahren. Ich glaube ohne Erdnüsse und Red Bull wäre das unmöglich gewesen. Ich habe noch nie so einen plötzlichen Energieschub und so eine schnelle Kreislaufstabilisierung erlebt! Unglaublich das Zeug.

Im Großen und Ganzen war die Tour doch gelungen, da ich nun das Fahrard testen konnte und ich imemrhin 80 k  geschafft hatte, und das ohne Frühstück, keinem Wasser dabei und bei richtig starken Gegenwind. Zudem war es meine erste richtige Radtour seit fast 1 1/2 jahren. Die Tour bildete also einen guten Anfang für eine Leistungsverbesserung um für die Tour Spanien Deutschland gerüstet zu sein = )

 
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Geschrieben von - 16. November 2010 in Spanien 2011

 

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Mein neues Reiserad

Da mein Übergangs/Stadtfahrrad geklaut wurde habe ich kurzer Hand beschlossen jetzt schon das gute Reiserad zu kaufen. Eigentlich hatte ich vor das gebrauchte Giant Rad, welches ich in meiner Straße für die Qualität relativ günstig in einem Fahrradladen gefunden hatte, nur für kurze Erledigungen und für das Training zu benutzen bis ich mir dann im Frühling das richtige Reiserad holen wollte.

Nichts da! Rad wurde geklaut, da der Fahrradkeller noch nicht abschließbar war und immer noch ist. Als ich am Mittwoch Abend schließlich in den Fahrradkeller ging um mein Rad für den Weg zum Billardkurs zu benutzen, fand ich nur das Vorderrad angeschlossen am Heizungsrohr vor. Heute, eine Woche später war ich bei der Polizei um Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Einem Nachbar wurde das Vorderrad geklaut. Ich hab ihm angeboten meines einfach zu benutzen, denn das brauch ich ja nun nicht mehr.

Aber nun zum neuen Rad. Es ist ein Giant (wiedermal) Aspiro RS1. Es hatt satte 1000 Euro gekostet, ohne Nabenschaltung. Die will ich dann einbauen, wenn ich mal zufällig wieder 1000 hab. Denn die kostet genauso viel wie das Rad selbst. Da aber die jetzige Gangschaltung, eine Shimano LX, von guter Qualität ist (möchte auch sein bei dem Preis), Ich eine Versicherung abgeschlossen habe die mich vor Diebstahl und aufkommenden Kosten in Bezug auf Abnutzung, Vandalismus, sonstige zerstörerische Kräfte, schützt, und so eine Schaltung schon so bis 3000 km aushält bevor Wartungsarbeiten anstehen, wird es kein Problem sein damit die Tour Spanien Deutschland zu realisieren. Wenn die Gangschaltung danach hin ist, sollte ich kostenlos eine neue bekommen.

Hier ein Bild und ein paar Eckdaten zum Fahrrad:

  • Hydraulische Scheibenbremsen vorne/hinten
  • Shimano LX Gangschaltung (27 Gänge)
  • SR Suntour NCX-D LO Gabel (Stahlfeder mit Öldämpfung)
  • Aluminium Hohlkammerfelgen
  • Schwalbe Marathon Cross Reifen
  • Giant AluxX Sl Aluminium FluidForming™ Rahmen

Was aber macht das Fahrrad nun so besonders und so teuer? Zum einen ist es die Verarbeitung, die Liebe zum Detail. Zum anderen sind alle verbauten Elemente wirklich hochwertig und einige sind sehr praktisch. Z.b der Dynamo, der das Vorderlicht mit Strom versorgt, aber auch nur dann, wenn der Sensor im der Lampe merkt, dass es dunkel wird. So geht in Tunneln automatisch das Licht an. Das gleiche gilt für das Rücklicht, welches sich am Hinterrad auflädt. Doch das sind auch nur Spielereien. Wichtig sind die hydraulischen Bremsen, der stabile Gepäckträger, die Fähigkeit der Gabal, einen Lowrider anbauen zu können, die besonderen Griffe, damit die Hände nicht einschlafen oder geschädigt werden, der leichte Alurahmen und die reibungslos laufende Gangschaltung. Zudem hört man das Fahrrad so gut wie gar nicht beim fahren. Es fährt sich schnell und bequem.

 
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Geschrieben von - 16. November 2010 in Spanien 2011

 

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Spanien – Deutschland mit dem Fahrrad

Da im Artikel “Der letzte Artikel” Dinge stehen die eher für Verwirrung sorgen und nicht mehr dem neusten Stand entsprechen gibt es jetzt ein par Infos zu den ersten Planungen und über mein derzeitiges Leben, welches ja nun anders als erwartet verläuft.

Im Moment lebe ich in Halle und studiere Wirtschaftswissenschaften und Politikwissenschaft (Nebenfach). Das mache ich deshalb, weil ich so finanziell abgesichert bin und auch so wäre es mit einem Praktikum alles nicht so klar gewesen. Ich umgehe damit die Wartezeit für ein Studium in Wernigerode und erlerne trotzdem die wichtigen Grundlagen im Tourismusmanagement, denn die beiden Studienfächer WiWi und TM unterscheiden sich am Anfang nur wenig. So kann ich dann später den Master in TM absolvieren oder schon nach 1 oder 2 Jahren nach Wernigerode wechseln und den Bachelor in TM machen. Hört sich alles ganz schön an doch erst einmal muss ich die ersten beiden Semester bestehen, denn sonst wird es weder was mit TM noch etwas aus der Reise Spanien – Deutschland. Denn im Falle einer Nachprüfung, die sich zeitlich in den Semesterferien befinden würde, gäbe es nur beschränkte Möglichkeiten, die fern ab von meinen geplanten Zielen liegen. Und die sind vergleichsweise groß. Wenn wir aber davon ausgehen das es klappt wird zu großer Wahrscheinlichkeit eine Reise stattfinden, die hart sein wird und relativ individuell, so wie ich es mag. Ich habe mir jedenfalls geschworen keinen Massentourismus mitzumachen. Hier einige Eckdaten zur Planung (Stand Oktober):

  • Ich werde im Sommer nach Spanien fliegen um Andrei zu besuchen
  • Zuvor kaufe ich mir ein reisetaugliches Fahrrad mit Ausrüstung, welches ich im Flugzeug mitnehme
  • Andrei und Ich werden uns 3 Wochen zusammen in Spanien aufhalten, davon eine in Malaga (wo er zur Zeit studiert) und 2 davon werden wir in den spanischen Bergen mit unseren Rädern verbringen (Route steht noch nicht fest)
  • Läuft alles glatt und bin ich in guter Verfassung werde ich mit meinem Fahrrad über mehrere Europaradwege zurück nach Deutschland fahren (innerhalb von 30 bis 35 Tagen

Soweit so gut. Hoffen wir das alles so klappt wie mit Indien und der Reise in Indien. 2500 km sind schon ein schönes Stück. Ich habe jedoch Zeit und kann Pausetage einlegen. Wenn ich pro Tag 80 km durschnittlich schaffe (und das sollte zu schaffen sein, gerade wenn man sich dafür den ganzen Tag Zeit lässt), bekomm ich es hin. Es liegen allerdings einige Steine im Weg:

  • Die Pyrenäen 
  • Das Zentralmassiv
  • spanische Landschaft im Allgemeinen
  • Die Hitze in Spanien (und die daraus resultierende Müdigkeit nach der 2 Wochen Tour mit Andrei)
  • Dauerregen (länger als 3 Tage)

Ansonsten wird es interessant mit dem Wildcampen. Da es weder erlaubt noch verboten ist und es somit dem Eigentümer des Bodens überlassen wird, ob man zelten kann oder nicht, bleibt es die ganze Reise über interessant. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass Menschen, die sehr freundlich zu den Grundbesitzern waren und nur für eine Nacht blieben, kaum bzw. nur selten Probleme bekamen. In den meisten Fällen fällt es sowieso niemanden auf (da kommt es sehr auf die Platzwahl an). Da ich wahrscheinlich alleine reise und somit keinen Müll hinterlasse wie Bierflaschen etc. und keine laute Musik mache wird sich sicherlich niemand dran stören.

Um mich auf die große Etappe vorzubereiten bin ich gerade dabei einen Trainingsplan zu erstellen. Bis zum Frühling ist Joggen angesagt, und darin bin ich tatsächlich ein Talent. Auch wegen meinem Körperbau  und Körpergewicht wird es mir einfacher als anderen gemacht. Ab Neujahr dann wird es intensives Fahrradtraining geben (Natürlich nur wenn kein Glatteis ist und kein Schnee liegt). Das Joggen will ich dann aber trotzdem aufrechterhalten. 

Andrei hat nach meiner Erkenntnis schon angefangen zu trainieren und befindet sich gerade in den spanischen Bergen beim Wandern. Er hat auch schon ein Fahrrad sich gekauft. 

Nun noch Infos zur weiteren Planung, also was dann mal nach Spanien passieren soll:

  1. Auslandssemester (Großbritannien, Frankreich, in dieser Ecke halt)
  2. Nach dem Bachelor wird definitiv gereist, und das wahrscheinlich in Südamerika, denn 2014 ist WM in Brasilien. Sebastian unser Halbbrasilianer, Ich und ein par andere wollen dort sein. Tja und wenn ich einmal dort bin… 
 
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Geschrieben von - 16. Oktober 2010 in Spanien 2011

 
 
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